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Almería ist die Hauptstadt der Provinz Almeria in der Autonomen Region Andalusien im Süden Spaniens. Sie zählt 173.338 Einwohner (Stand 2002). Die Stadt liegt auf dem Schwemmgebiet des gleichnamigen Flusses in einer weiten Mittelmeerbucht; das Stadtbild ist nordafrikanisch geprägt: enge Gassen, alte, weiße Häuser, Gärten und Palmenalleen.

Der Name der Stadt leitet sich ab von Al-Miraya (arabisch für Spiegel des Meeres).

Almeria liegt in Spanien, nahe der andalusischen Mittelmeerküste. El Ejido, liegt in der Provinz Almeria und ist Europas grösster, landwirtschaftlich, industriell genutzter Wintergarten. Hier wachsen all die Gemüsesorten, die im Winter in den Regalen unserer Supermärkte liegen. Die zum Anbau genutzten Treibhäuser bedecken eine grosse Fläche an Land, davon sind 26 000 Hektaren mit Plastik überzogen. Den Einwohner macht diese ganze Industrie nichts aus, denn die meisten sind von ihr abhängig. Anfang Herbst, im Winter und im Frühling werden die Setzlinge gepflanzt. Im Sommer ist es dafür zu heiss. Die Winterernte ist die gewinnbringendste. In denn letzten Jahren wurden nur Gewinne verzeichnet. Der Landstrich in Südspanien gleicht einer unfruchtbaren, steinigen Wüste, doch unter der Erde liegt das Geheimnis; ein riesengrosses System von unterirdischen Flüssen mit jahrtausend altem Grundwasser. Dazu kommen noch wichtige Faktoren wie Bodenfeuchtigkeit, Mikrothermik und Salzresistenz. Diese Umstände waren die Auslöser einer jahrelangen Ausdehnung des Gemüseanbaus. Mit dem Bau des ersten Treibhauses in den sechziger Jahren, begann man mit der systematischen Nutzung der Ebene, sowohl auch die äußerst raffinierte Anpflanzung verschiedener Gemüsesorten. Dies alles musste, da das Geld sehr knapp war, von Hand aufgebaut werden. Die Arbeit war hart, doch alle waren zufrieden. Der Unterhalt der Felder sowohl auch des Bewässerungssystems basierten auf einer ständigen Pflege, die sehr anstrengend und kostenbedürftig war. Früher war das Land fast nichts Wert, doch in den letzten Jahren sind die Preise ermesslich in die Höhe gestiegen. Allerdings sind die Umstände auch sichtbar verbessert worden. Das Plastikmeer wird mehrheitlich von Familien bewirtschaftet. Viele illegale Einwanderer, vor allem aus den nahe gelegenen, südlichen Ländern wie Algerien, Tunesien und Marokko. In den achtziger Jahren wurde ein Teil von ausländischen Grossspekulanten verwaltet, doch diese Unternehmen konnten keinen grossen Gewinn verbuchen und gingen schliesslich Pleite. Auch Grossgrundbesitz vermochte sich nicht durchzusetzen. Am 5. Februar 2000 jagten die Einwohner der Stadt El Ejido, nach einigen Auseinanderstzungen mit Einheimischen, marokkanische Einwanderer, schlugen mit zahlreichen Gegenständen auf sie ein, zerstörten ihr ärmliches Hab und Gut und ihre dürftigen Behausungen. Dies alles geschah mit dem Einverständnis der lokalen Behörden, unter den Augen der örtlichen Polizei die tatenlos zusah. Erst am dritten Tag der systematischen und organisierten Hetzjagd, schritten von außen zugezogenen Ordnungskräften ein. Nach diesem erheblichen Zwischenfall wurde ein Gesetz erlassen, das den Bau weiterer Treibhäuser bewilligungspflichtig machte. Doch dies bewirkte nicht allzu viel, denn die Plastikfläche wurde Illegalerweise mehr als verdoppelt. Keine Täter der Ausschreitungen wurden verurteilt. Für die Ausdehnung seit fünfzehn Jahren sind die gleichen Produzenten verantwortlich, die schon damals ein Treibhaus besaßen. Die Produktion wurde zwar intensiver, die Erträge grösser, aber die Betriebskosten sind ebenfalls gestiegen. Alle müssen Mitziehen, denn der nördliche Konsument will das Gemüse noch schöner und grösser. Darum werden neue Arbeitskräfte gebraucht, die vermehrt aus Osteuropa kommen. Mittlerweilen gibt es ausländische Saisonarbeiter, die bestimmten Provinzen zugeteilt werden. Davon erhoffen sich alle eine fruchtbare Zusammenarbeit.

Almería wurde im Jahr 955 von Abd al-Rahman III. als ein Haupthafen seines großen Reiches gegründet. Im Jahr 1489 eroberten die Katholischen Könige (Los Reyes Católicos) Ferdinand und Isabel im Zuge der Rückeroberung Spaniens (Reconquista) die Stadt.

Das 16. Jahrhundert war für Almeria ein Jahrhundert der Naturkatastrophen; es erlitt mindestens vier Erdbeben, von denen das im Jahr 1522 besonders viel Verwüstung anrichtete. Außerdem fanden in jenem Jahrhundert regelmäßige Angriffe durch Berber-Piraten statt, die noch bis in das 18. Jahrhundert anhielten. Hauptsächlich wurden dadurch einige Bewohner der Küstengegenden in die Sklaverei nach Nordafrika verschleppt.

Almeria ist die Stadt mit den meisten Sonnenstunden Spaniens im Jahr; es gibt davon mehr als 3000. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 18°C - 19°C; im Winter ist die Wassertemperatur sogar höher als die Lufttemperatur, was einige Leute zum Baden in dieser Jahreszeit einlädt.

Der Hafen der Stadt Almeria ist bedeutend für den Export der landwirtschaftlichen Produkte aus der Provinz, sowie der Mineralprodukte aus der Sierra de Alhamilla.

 

 

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