Billigflug nach Äthiopien - billig Flüge buchen
|
Flugsuche - hier können Sie Ihr Flugticket für Ihren Flug nach Äthopien billig online buchen!
Äthiopien - zeitweise auch Abessinien - ist ein Staat im Osten Afrikas. Er grenzt an Eritrea, den Sudan, Kenia, Somalia und Dschibuti. Nationalfeiertag ist der 18. Mai, Tag der Niederlage des Mengistu-Regimes (1991).
Gebirge & Berge
Der Großteil des Landes wird vom Hochland von Abessinien [mit Ras Daschan Terara (4.620 m)] eingenommen; in diesem weitläufigen Hochgebirge liegt auch die Hauptstadt des Landes: Addis Abeba (2.370 m ü. NN). Durch die Mitte von Äthiopien zieht sich in Nordost-Südwest-Richtung der Große Afrikanische Grabenbruch (der hier auch Abessinischer Graben genannt wird). Auf der südöstlichen Seite schließt sich das Somali-Hochland an [mit Batu (4.307 m)]
Die wichtigsten Flüsse in Äthiopien sind der Akobo, der Awash, der Blaue Nil, der Genale, der Omo und der Tekeze
Städte
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Addis Abeba 2.757.807 Einwohner, Dire Dawa 252.347 Einwohner, Nazret 214.034 Einwohner, Bahir Dar 168.929 Einwohner, Gonder 153.942 Einwohner und Mek'ele 151.752 Einwohner.
Bevölkerung
Äthiopien gilt als Vielvölkerstaat. Obwohl geographisch dem südlich der Sahara gelegenen Afrika zugerechnet, ist das Land in seiner historischen Entwicklung stark geprägt vom arabisch-semitischen Einfluss sowohl in kultureller als auch in demographischer Hinsicht .
Im 20. Jhd. galten die Amharen als Staatsvolk. Obwohl Sie nur zwischen 20 und 30% der Bevölkerung stellen, hat sich Amharisch als Landessprache durchgesetzt und wird zumindest von der Stadtbevölkerung des gesamten Landes im täglichen Umgang benutzt. Zusammen mit den Tigray, die ca. 10% der äthiopischen Bevölkerung ausmachen, siedelten sie traditionell als Bauern in den nördlichen Hochländern, dem Kernland des historischen äthiopischen Kaiserreichs. Amharen und Tigray können unter dem amharischen Begriff Habesha zusammengefasst werden. Zum überwiegenden Teil sind sie Anhänger der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche. Eine kleine Minderheit sind Muslime, die Minderheit jüdischen Glaubens (Falascha) ist mittlerweile fast komplett nach Israel ausgewandert.
Die zahlenmäßig größte Ethnie bilden allerdings die Oromo, die eine Kuschitische Sprache sprechen. (Die früher für die Oromo gebrauchte Bezeichnung Galla gilt heute als abwertend und sollte vermieden werden.) Sie stellen über 40 % der Bevölkerung Äthiopiens und hängen dem Islam, oft aber auch der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche an. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich über den Süden, Osten und Westen des Landes. Die muslimische Bevölkerung der Stadt Harer wird Aderi genannt und hat aus historischen Gründen eine eigene linguistisch-kulturelle Identität. Die bedeutsamsten anderen ethnischen Gruppen Äthiopiens sind die Somali, Afar, Gurage, Sidama und Agaw. In den Regionen im Westen und Südwesten des Landes leben noch zahlreiche nilotische und omotische Ethnien, die zum Teil einen sehr ursprünglichen Lebensstil bewahrt haben. Die bekanntesten unter ihnen sind die Mursi, Hamar und Nuer.
Religion
Das Äthiopisch-Orthodoxe Christentum ist die historisch bedeutsamste Religion des Landes. Äthiopien gilt nach Armenien als zweitältester stark durch das Christentum geprägter Staat der Erde. Die Religionspraktiken haben sich einen sehr traditionellen Charakter bewahrt und unterscheidet sich somit deutlich von den immer zahlreicher werdenden protestantischen Sekten, die gewöhnlich auf US-amerikanische Missionare zurückgehen und die sich gerade in den Städten zunehmend größerer Beliebtheit erfreuen.
Nach neuesten Schätzungen ist der Islam mittlerweile jedoch die größte Religion des Landes. Im Vergleich zu den arabischen Staaten gilt der äthiopische Islam jedoch als liberal. Die Stadt Harar gilt unter den äthiopischen Muslimen als heilig.
Politik
In Äthiopien gibt es seit 1995 zwei Parlamente, das Volksrepräsentantenhaus (wird alle fünf Jahre gewählt) und das Bundeshaus, welches alle Bevölkerungsgruppen und Regionen vertritt.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Äthiopiens
Das östliche Afrika wird bei vielen Forschern als Herkunft der Menschheit betrachtet. Lange bevor es Schrift gab, oder eine Überlieferung, auf die wir uns heute beziehen können, gab es auf dem Gebiet des heutigen Äthiopiens Menschen. Überreste prähistorischer Menschen (Australopithecus afarensis) wurden in Äthiopien gefunden ("Lucy" 1974 im Gebiet der Afar-Nomaden).
Eines der größten Reiche der Welt in der Zeit der Antike war das nordäthiopische Reich von Axum (auch Aksum), das eines der ersten christlichen öKnigreiche der Welt war. Es beherrschte kurzzeitig auch Teile der südlichen arabischen Halbinsel. Ob zeitweilig auch Teile des heutigen Sudan südlich von Atbara unter axumitischer Herrschaft standen, ist umstritten. Mit der Ausdehnung des Islam im 7. Jahrhundert wurde die äthiopische Christenheit vollständig vom Einfluss der europäischen Kirche abgeschnitten.
Die Portugiesen traten 1493 zum ersten Mal mit Äthiopien in Kontakt, überwiegend um ihre Herrschaft im Indischen Ozean zu festigen und den katholischen Glauben zu verbreiten. Ihre Strategie einer Bekehrung des gesamten Landes scheiterte jedoch ebenso wie 1543 der Eroberungsversuch muslimischer Stämme (Sultanat Adal und Galla) mit türkisch - osmanischer Hilfe.
Im Zuge des Kolonialismus hatte sich Äthiopien immer wieder der Einflussnahme europäischer Mächte zu erwehren, zunächst unter Kaiser Tewodros der der Engländer, dann am Ende des 19. Jahrhunderts der der Italiener und ihrer Kolonie Eritrea. Trotz überlegener, moderner Waffen schlagen die Äthiopier 1896 die italienischen Invasoren zurück (Schlacht von Adua). Dies gilt als wichtiger Sieg einer afrikanischen gegen eine europäische Armee und ist somit fester Teil des äthiopischen Nationalbewusstseins geworden.
Auf die Sicherung der Unabhängigkeit folgt die Eroberung im Süden des heutigen Staatsgebietes. Diese neueroberten Gebieten fallen unter ein archaisch - feudales System der Landnahme. 1935 kommt es zu einem weiteren italienischen Angriff unter Mussolini (Italienisch - Äthiopischer Krieg bis 1936). Innerhalb kürzester Zeit fällt Addis Abeba, obwohl die italienische Armee zu keinem Zeitpunkt das ganze Land kontrollieren kann. Kaiser Haile Selassie wird vorübergehend vertrieben, kehrt aber 1941/42 mit britischer Hilfe zurück. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges erhält Äthiopien wieder seine Unabhängigkeit.
Anfang der 1970er Jahre gerät das Kaiserreich in eine schwere Krise. Die verarmten Bauern leiden unter den Abgaben an die Großgrundbesitzer, das aufstrebende Bürgertum Addis Abebas sieht sich in seinen politischen Entfaltungsmöglichkeiten eingeengt. Die Inflation in Folge der Dürrekatastrophe von 1973 und der Ölkrise löst in Äthiopien Massendemonstrationen von Studenten und Streikwellen aus. Schließlich revoltieren zu Beginn des Jahres 1974 ebenfalls Teile der äthiopischen Armee. Kaiser Haile Selassie wird am 12. September 1974 gestürzt. Das Militär bemächtigt sich schnell der Revolution, ein Militärverwaltungsrat übernimmt unter Führung von Major Mengistu Haile Mariam die Macht. 1975 wird die Monarchie abgeschafft und das Land zu einer sozialistischen Volksrepublik.
Es folgen bald militärische Auseinandersetzungen mit den Nachbarstaaten. So wird 1977/1978 mit Unterstützung der Sowjetunion und Kubas eine Invasion des von den USA unterstützten Somalia abgewehrt. Aufgrund der übermäßigen Repression gegen die Zivilbevölkerung erhalten eritreische Separatisten immer mehr Zuspruch.
1984 gelangt Äthiopien durch eine Reportage des BBC-Fernsehens in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Über Jahre ausbleibende Niederschläge in der Sahelzone führen in zwanzig afrikanischen Ländern zu Missernten und Hungersnöten. Auch wegen des anhaltenden Bürgerkrieges ist Äthiopien am schlimmsten von dieser Katastrophe betroffen.
1991 kollabiert das Regime schließlich. Unter der neuen Interimsregierung Meles Zenawis erlangt Eritrea im April 1993 nach fast dreißig Jahren Krieg die Unabhängigkeit. Grenzstreitigkeiten und vermutlich auch ökonomische Zwiste führen 1999 jedoch erneut zum Krieg der beiden Länder, den Äthiopien zwei Jahre später unter großen Verlusten für sich entscheiden kann. Derzeit überwachen Soldaten der "United Nations Mission in Ethiopia and Eritrea" (UNMEE) einen fragilen Frieden, während eine unabhängige Grenzkommission die Streitigkeiten beilegen soll.
Wirtschaft
Der Aussenhandel Äthiopiens besteht im wesentlichen aus dem Export von Kaffee. Deutschland ist der größte Importeur von äthiopischem Kaffee. Äthiopen profitierte als eines der afrikanischen Länder bei dem Gruppe der Acht-Treffen im Jahre 2005. Dabei wurde ein Großteil der Schulden erlassen.
Kultur
Äthiopien blickt auf eine jahrtausendealte Tradition zurück. Es gilt nicht nur als die Wiege der Menschheit sondern auch als Ursprungsland des Kaffees. Durch seine christlichen Traditionen und die historische Isolation unterscheidet es sich kulturell deutlich von den Staaten Schwarzafrikas. Dies äussert sich unter anderem in der Äthopischen Küche.
Äthiopien hat eine eigene Zeitrechnung. Diese ähnelt dem Koptischen Kalender, ist ihm aber 276 Jahre voraus. Aktuell gilt in Äthiopien noch der Julianische Kalender. Äthiopien ist das Land der 13 Monate ("13 months of sunshine"). 12 Monate zu je 30 Tagen und 1 Monat mit 5 bzw. 6 Tagen (Schaltjahrsausgleich). Der Kalender ist gegenüber dem u.a. in Europa gültigen Gregorianischen Kalender um knapp 8 Jahre zurück. Das äthiopische Neue Jahr beginnt immer im September. Da Äthiopien international u.a. durch Bankwesen, Flugverkehr etc. verknüpft ist, besteht ein "Nebeneinander" beider Kalender. Überall im Land sind Kalender erhältlich, die gleichzeitig beide aktuell gültigen Daten auflisten, beispielsweise entspricht der 7.8.2005 = 1.12.1997 E.C. (Ethiopian Calendar). Äthiopien rechnet auch die jeweilige Tageszeit anders: der Tag beginnt um 6 Uhr (europäische Rechnung), somit ist in Äthiopien morgens um 7 Uhr die erste Stunde des Tages vorbei, Mittagszeit nach äthiopischer Zählweise ist um 6 Uhr.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Äthiopien aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org/) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (http://www.gnu.org/licenses/fdl.txt). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hauptseite&action=history) verfügbar

