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Belgrad (serbisch Beograd,, deutsch Belgrad oder Weißenburg, ungarisch Belgrád, lateinisch Singidunum) ist die Hauptstadt der Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro und der Republik Serbien und liegt im Engeren Serbien. Gleichzeitig bildet die Stadt mit ihren drei Stadtteilen einen der 30 serbischen Bezirke. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der Save und der Donau und hat 1,7 Mio. Einwohner (Stand 2002). Belgrad ist Sitz eines serbisch-orthodoxen Patriarchen und eines römisch-katholischen Erzbischofs. Das historische Wahrzeichen der Stadt ist die seit dem Mittelalter beständig ausgebaute Festung Kalemegdan.
Der Name der Stadt besteht aus zwei Teilen: Beo- kommt von belo und bedeutet weiß, grad ist slawisch für Stadt.
Belgrad hat zwei Universitäten und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen.
Die Stadt Belgrad bildet die politische, kulturelle und wirtschaftliche Metropole des Staatenbundes Serbien und Montenegro. Sie ist eine der ältesten Städte Europas und neben Athen die größte urbane Einheit auf dem Balkan. Die ältesten archäologischen Funde auf seinem Gebiet reichen in das 5. Jahrtausend v. Chr. zurück. Keltische Stämme gründeten Singidun im 3. Jahrhundert v. Chr. Die Stadt wird 878 mit dem Namen Belgrad zum ersten Mal erwähnt.
Aufgrund ihrer Größe bildet Belgrad und Umgebung den serbischen Bezirk Belgrad, in dem über 2 Mio. Menschen leben.
In Belgrad herrscht ein gemäßigtes kontinentales Klima mit den für Europa üblichen vier Jahreszeiten. Der Herbst ist ein typischer Altweibersommer und hat längere Sonnentage und wärmere Zeitabschnitte als der Frühling.
Der Winter hat insgesamt 21 Tage im Jahr mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Doch aus dem Nordosten Belgrads weht ein sehr kalter Wind, der šKoava, der den längeren Aufenthalt im Freien teils nahezu unmöglich macht, auch wenn das Thermometer nur wenige Grade unter dem Gefrierpunkt anzeigt. Doch dieser Wind ist charakteristisch für Belgrads Klima. Er weht immer nur 2 bis 3 Tage lang mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 25-43 km/h, doch er kann auch Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h erreichen. Seine gute Seite ist, dass er der größte Luftreiniger Belgrads ist.
Der Januar ist der kälteste Monat mit einer Durchschnittstemperatur von 0,40°C. Der Frühling ist kurz und regnerisch. Der Übergang zum Sommer erfolgt plötzlich.
Der Sommer ist dagegen meist sehr heiß, mit konstanten Temperaturen über dreißig Grad. Am schönsten sind in Belgrad die Monate Mai, September und Oktober. Doch gerade deswegen scheint der Belgrader verliebt in seine Stadt zu sein und hält diese wegen ihrer verschiedenen Variationen zu den schönsten der Welt. Wer jedoch die Wärme bevorzugt, ist in den Sommermonaten Juni bis zum Anfang September in Belgrad gut aufgehoben.
Im Zeitram von 1961 bis 1990 wurde ein jährliche Durchschnittstemperatur von 11,90°C gemessen. Die wärmsten Monate sind laut Statistik die Monate Juli mit 21,70°C und August mit 21,30°C.
Die bisher gemessenen Extremwerte in Belgrad sind 10. Januar 1893 (-26,20°C) sowie der 12. August 1921 und 9. September 1946 (+42°C). Von 1888 bis 2003 wurden nur zwölf Tage mit Temperaturen über 40°C registriert. Die Zahl der Tage mit über 30°C beträgt im Schnitt 31, Tage mit sommerlichen Temperaturen über 25°C betragen im Durchschnitt 95 im Jahr.
Die Niederschläge weisen in Belgrad und seiner Umgebung im Jahresdurchschnitt 685 mm auf. Die größten Niederschlagsmengen werden im Mai und Juni registriert. Die Sonnentage betragen im Schnitt 2.096 Stunden. Die größte Sonneneinstrahlung beträgt etwa 10 Stunden täglich in den Monaten Juli und August, während im Dezember und Januar die Bewölkung am stärksten ist, wenn die Sonne im Schnitt 2 bis 2,3 Stunden täglich scheint. Im Schnitt schneit es 27 Tage, die Schneedecke hält sich 40 bis 44 Tage und ist zwischen 14 und 25 cm dick.
Belgrad ist als Hauptstadt Serbiens ein wichtiges Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum.
An Industrie gibt es Maschinen-, Fahrzeug-, Schiffbau, Textil- und Industriemesse, außerdem ist die Stadt ein bedeutender Binnenhafen und eine wichtige Zwischenstation für den Verkehr von Mitteleuropa in Richtung Istanbul, Skopje, Athen und Tirana. In Belgrad befinden sich im Dienstleistungsbereich viele Banken und Versicherungen. Der Dienstleistungssektor ist vor allem wichtig da Serbien ein wichtiges Transitland ist. In Zukunft wird eine Ölpipeline von Constanta nach Pancevo nach Osijek und zuletzt nach Triest gebaut.
Verkehr
Der ÖPNV wird in der Stadt durch die Belgrader Verkehrsbetrieb GSP angewickelt. Diese Betreiben unter anderem ein Straßenbahn und die Metro in der Stadt.
Belgrad hat einen Flughafen.
Schifffahrt
Belgrad erstreckt sich an der Kreuzung der Wege Ost- und Westeuropas, die über das Morava- und Vardar-Tal und die Niava- und Mariza-Ebene zur Küste der Äägis, nach Kleinasien und in den Nahen Osten führen. Belgrad liegt an der Donau, dem Schifffahrtsweg, der die Länder West- und Mitteleuropas mit den Ländern Südost- und Osteuropas verbindet. Durch die Errichtung des Stausees und des Wasserkraftwerkes Eisernes Tor an der Donau entwickelte sich Belgrad auch zu einem Fluss- und Seehafen. Hier gehen Schiffe aus dem Schwarzen Meer vor Anker und mit der Inbetriebnahme des Rhein-Main-Donau-Kanals befindet es sich im Zentrum der bedeutendsten Schifffahrtsstraße in Europa: Nordsee - Atlantik - Schwarzes Meer.
Dass die Schiffahrt schon immer ein wichtiger Handelsschwerpunkt war, zeigt schon das Belgrader Wappen.
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