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Bern (Berndeutsch (Ortssprache): Bärn; Französisch: Berne; Italienisch: Berna; Rätoromanisch: Berna) ist der Hauptort des Amtsbezirks Bern, die Hauptstadt des Kantons Bern und Bundesstadt der Schweiz (siehe auch Hauptstadtfrage der Schweiz). Die Altstadt ist ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Stadt Bern ist um eine Schlaufe des Flusses Aare angelegt. Das Siedlungsgebiet ist umgeben von grösseren Waldgebieten und von Hügeln. Die Altstadt und das Zentrum der Stadt liegen höhergelegen in einer engen Flussschlaufe. Der Fluss trennt den Stadtkern gegen Norden, Osten und Süden von den Aussenquartieren ab. Im Norden stossen die Quartiere Breitenrain und Lorraine ans Zentrum, im Osten die Schosshalde und im Süden das Kirchenfeld. Über Hochbrücken (Kornhausbrücke, Nydeggbrücke und Kirchenfeldbrücke) sind diese Quartiere erreichbar. Im Westen grenzen Bümpliz und Bethlehem an das Zentrum.
Nach ersten Siedlungen auf der Engehalbinsel in der La-Tene-Zeit und der gallorömischen Epoche wurde die heutige Stadt 1191 von Herzog Berchthold V. von Zähringen gegründet. Laut einer Sage nannte er die Stadt Bern, weil er dort einen Bären getötet habe. Berchthold V. baute die Stadt nach einem klaren Plan: Sie wurde auf einer Schlaufe der Aare errichtet, so dass sie auf drei Seiten auf eine natürliche Weise geschützt war. Auf der vierten Seite wurden eine Mauer und ein Wehrturm errichtet. Die geschützte Lage ermöglichte ein rasches Wachstum der Stadt in Richtung Westen: Der Wehrturm am westlichen Ende war bis 1256 der Zytgloggeturm (Zeitglockenturm), gefolgt vom Käfigturm bis 1345 und vom Christoffelturm bis 1622. Dieser stand in der Nähe des heutigen Hauptbahnhofs und wurde 1865 abgerissen. Während des Dreissigjährigen Krieges wurden zwei zusätzliche Schutzanlagen errichtet, die so genannten Schanzen. Das auf diese Weise geschützte Gebiet war gross genug für die Stadt bis ins 19. Jahrhundert.
Nach dem Aussterben der Zähringer (1218) wurde Bern Freie Reichsstadt. Seine endgültige Unabhängigkeit erreichte es mit Siegen in der Schlacht am Dornbühl (1298 über Freiburg und die Habsburger) und dann im Laupenkrieg (1339) über die Burgunder. In dieser zweiten Schlacht wurde es unterstützt von den drei Waldstätten, mit denen es sich 1323 verbündet hatte.
1353 trat Bern als achter Ort dem Bund der Innerschweizer Waldstätten bei und verhalf so der jungen Eidgenossenschaft zu einem wesentlich erweiterten Einflussgebiet. Nach dem Brand von 1405 erfolgte der Wiederaufbau in Sandstein. Das damals entstandene mittelalterliche Stadtbild ist heute noch weitgehend unverändert erhalten.
1848 wurde Bern durch die erste Eidgenössische Bundesversammlung zum Sitz der Bundesbehörden bestimmt.
Öffentlicher Verkehr
Das Verkehrsnetz von BERNMOBIL umfasst 3 Tram-Linien sowie mehrere Trolleybus- und Buslinien, wobei die meisten das Stadtzentrum mit den Aussenbezirken und Vororten verbinden. Der Grossteil des zentrum nahen Verkehrs wird von BERNMOBIL abgewickelt. Der Busverkehr in die weitere Agglomeration wird von den Postautobetrieben und vom Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) abgedeckt. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2004 hat sich BERNMOBIL dem Verkehrsverbund Libero angeschlossen, welcher sich über die Städte Bern und Solothurn sowie das Emmental erstreckt.
Die Berner S-Bahn verbindet die Stadt mit der weiteren Agglomeration. Das S-Bahnnetz umfasst eine Anzahl Linien, die die Stadt mit Thun, dem Emmental, Biel, Solothurn, Neuenburg, Freiburg und Schwarzenburg verbinden. Die S-Bahn wird von der BLS Lötschbergbahn, der Regionalverkehr Mittelland AG (RM) und dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) betrieben.
Die Fernverkehrszüge der SBB und der BLS bedienen den Hauptbahnhof von Bern, der auch Knotenpunkt für das S-Bahn-Netz ist. Von hier aus verkehren die Züge mit nationalen Destinationen (wie Zürich, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und Brig). Auch die internationalen Züge nach Deutschland (u.a. ein ICE), Frankreich (TGV), Italien (u.a. Pendolino) und Spanien (Talgo) fahren am Hauptbahnhof ab.
In Bezug auf das Verkehrsaufkommen ist der Hauptbahnhof Bern nach Zürich der zweitgrösste Bahnhof der Schweiz. Unter dem Bahnhof befindet sich die unterirdische Endstation der schmalspurigen RBS.
Erwähnenswert ist die Marzilibahn, welche vom Aare-Ufer hinauf zum Bundeshaus führt. Mit einer Länge von 105 Metern ist sie die kürzeste Standseilbahn in Europa.
Eine weitere Standseilbahn führt vom Vorort Wabern auf den Berner Hausberg, den 858 Meter hohen Gurten (bekannt für das Gurtenfestival).
Ein weiteres Kuriosum ist das so genannte Senkeltram, das eigentlich ein Lift ist, der das tiefer gelegene Mattequartier mit der Altstadt verbindet.
Flugverkehr
Ein paar Kilometer südlich der Stadt befindet sich der Flughafen Bern-Belp.
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