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Dortmund (westfälisch Düörpm, lateinisch Tremonia) ist eine kreisfreie Stadt im östlichen Ruhrgebiet. Sie ist die größte Stadt sowie Wirtschafts- und Handelszentrum Westfalens und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen. Je nach genauem Zähldatum und Quelle liegt sie an der sechsten bis achten Stelle der grössten deutschen Städte. Flächenmäßig ist Dortmund die neuntgrösste kreisfreie Stadt Deutschlands. Die Stadt ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr.
Dortmund entwickelt sich von einer Industriestadt zu einem bedeutenden Hightech-Standort in NRW: Früher vor allem bekannt durch Stahl, Kohle und Bier, vollzieht sich der Wandel von der Schwerindustrie über Dienstleistung und Forschung bis zur Hochtechnologie. Trotzdem besitzt die Stadt noch eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Westdeutschland. Dortmund ist wichtigster Verkehrsknoten im östlichen Ruhrgebiet und Anziehungspunkt für das bis auf die westlichen Nachbarstädte ländlich geprägte Umland. Seit Überschreitung der 100.000-Einwohner-Grenze 1895 ist Dortmund Grossstadt.
Wahrzeichen der Stadt sind die Reinoldikirche, das Dortmunder U und der Florianturm, sowie der Signal Iduna Park (Westfalenstadion), der Westfalenpark und die Westfalenhallen. Borussia Dortmund ist einer der bedeutendsten Fußballvereine Europas.
Dortmund liegt im mittleren Westen Deutschlands. Die Stadt befindet sich im Südwesten der Westfälischen Bucht. Südlich Dortmunds erheben sich die Ausläufer des Ardeygebirges und des Sauerlandes, nördlich grenzt das Münsterland an Dortmund. Im Osten liegt die Soester Börde und im Westen der Ballungsraum Ruhrgebiet, dessen westfälischem Teil auch Dortmund angehört. Die Stadt liegt am Oberlauf der Emscher und am Mittellauf der Ruhr. In Letztere mündet südlich der Stadtgrenze (unterhalb der Hohensyburg und bereits auf dem Stadtgebiet von Hagen) die Lenne. Nördlich der Stadt fließt die Lippe. Der Dortmund-Ems-Kanal bindet Dortmund an das Binnenschifffahrtskanalnetz an.
Höchste Erhebung Dortmunds ist der im Stadtteil Syburg gelegene Klusenberg mit 254 Metern über Normalnull. Der niedrigste Punkt befindet sich mit 50 Metern über Normalnull im Nordwesten des Stadtteils Mengede an der Stelle, an der die Emscher aus dem Stadtgebiet austritt. Als Stadtmittelpunkt und damit allgemeiner Referenzpunkt gilt die Reinoldikirche, genauer gesagt deren Turmbolzen auf der Westseite, auf 85,42 Metern über Normalnull, 7° 28' 6" östlicher Länge und 51° 30' 58" nördlicher Breite gelegen. In Dortmund gilt wie in ganz Deutschland die Mitteleuropäische Zeit, die mittlere Ortszeit bleibt dieser gegenüber 30 Minuten und 7,7 Sekunden zurück.
Das Stadtgebiet Dortmunds umfasst 280,347 km². Die längste Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung beträgt 21 km, in Ost-West-Richtung 23 km. Dortmunds Stadtgrenze ist insgesamt 126 km lang, 76 km teilt sie sich mit dem Kreis Unna, 21 km mit dem Kreis Recklinghausen, 17 km mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis, 10 km mit der Stadt Bochum und 2 km mit der Stadt Hagen.
Dortmund liegt wie ganz Deutschland in einer gemässigten Klimazone. Tendenziell ist das Klima in Dortmund eher maritim als kontinental geprägt, es zeigen sich einige typische klimatische Merkmale dicht besiedelter Räume. Die Niederschlagsmenge ist mit jährlich 750 mm im langjährigen Durchschnitt deutlich niedriger als in den umliegenden Mittelgebirgen. Der meiste Regen fällt im Sommerzeitraum (Juli durchschnittlich 80-90 mm), der wenigste im Winterzeitraum (Februar durchschnittlich 40-50 mm). Die Winter sind mit -6°-11° C im Januar mild und die Sommer mit 10°-35° C im August relativ kühl. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 9-10° C
1895 überschritt die Stadt Dortmund die Grenze von 100.000 Einwohnern, was sie zur Grossstadt machte. Nach der Eingemeindung der Stadt Hörde und der Landkreise Dortmund und Hörde lebten 1929 etwa 536.000 Personen in der Stadt. Der Zweite Weltkrieg entvölkerte das zerstörte Dortmund. Im April 1945 zählte man 340.000 Menschen. Danach siedelten sich viele ins ländliche Umland evakuierte Menschen und Flüchtlinge in Dortmund an. Die Einwohnerzahlen stiegen rasch. 1965 wurde mit 657.804 Bürgern ein Höchststand erreicht. Stadtplaner träumten von einer Millionenmetropole, doch es kam anders. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Dortmund nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 587.830 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Das ist seit 1965 ein Rückgang um elf Prozent (rund 70.000 Personen).
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