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Jakarta (früher Batavia, auch Djakarta) ist die Hauptstadt der Republik Indonesien und hat 8.540.306 Einwohner in der eigentlichen Stadt und ist mit 17.593.429 Einwohnern in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005) eine der größten Metropolregionen der Erde. Jakarta ist bevölkerungsreichste Stadt und Hauptseehafen des Landes. Sie ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie Verkehrsknotenpunkt mit Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. In Jakarta leben Menschen verschiedenster Herkunft: Der überwiegende Teil sind Malayen, aber auch Araber, Inder, Niederländer und Chinesen sind in der Metropole zu Hause.

Klima

Die Stadt befindet sich in der tropischen Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 26,5 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 1.815 Millimeter im Mittel. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 25,9 und 27 Grad.

Hauptregenzeit ist zwischen Dezember und äMrz. Der meiste Niederschlag fällt im Januar mit etwa 342,9 Litern pro Quadratmeter, der wenigste im August mit etwa 53,7 Litern pro Quadratmeter.

Die Einwohnerzahl Jakartas ist von etwa 600.000 im Jahre 1945 auf 8,5 Millionen im Jahre 2005 angewachsen. Dieser drastische Bevölkerungszuwachs hat in Teilen der Stadt zu Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, äKriminalitt, einer Zunahme des Verkehrs und hoher Umweltverschmutzung geführt.

Um ein weiteres Ansteigen der Einwohnerzahl zu verhindern, haben die Verantwortlichen der Stadtverwaltung im Jahre 1970 eine Zuzugsbeschränkung erlassen, gemäß der nur noch Personen mit Arbeitsstelle nach Jakarta ziehen dürfen.Auch durch die eng gezogenen Stadtgrenzen ist die Bevölkerungszunahme inzwischen deutlich abgeschwächt, diese findet überwiegend in den unzähligen Vororten statt, die inzwischen 9,1 Millionen Einwohner aufweisen. In der Metropolregion Jakarta leben 2005 insgesamt 17,6 Millionen Menschen.

Stadtplaner gehen davon aus, dass bis 2020 eine neue Riesenstadt "Jabotabek" mit 25 Millionen Menschen entstanden sein wird. "Jabotabek" ist aus den Anfangsbuchstaben der Städte Jakarta, Bogor, Tangerang und Bekasi zusammengesetzt, die dann in etwa die Grenzen der neuen Metropole bilden werden.

Die Hälfte des Bevölkerungszuwachses ist auf die Zuwanderung von Landbewohnern zurückzuführen, denen die Chancen auf einen Arbeitsplatz, eine Ausbildung oder ein wenig Wohlstand hier größer scheinen als daheim. Die große Anziehungskraft der Hauptstadtregion verlockt vor allem junge Menschen dazu, aus dem monotonen Alltagsleben eines javanischen Dorfes auszubrechen.

Der Erfolg ist eher bescheiden. Viele wohnen in den Slums am Rande der Stadt. Monotone Neubaugebiete sind bisher noch selten. Stattdessen wurden Hunderttausende von kleinen Billighäusern errichtet, die sich in die traditionellen "Kampung", dorfähnliche Stadtteile, Jakartas einfügen.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1959 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1961 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne den Vorortgürtel.

Die Straßen in Jakarta sind in teilweise schlechtem Zustand und in der Stadt existiert kein leistungsfähiges öffentliches Verkehrssystem mit hoher Kapazität, wie eine U-Bahn, Hochbahn oder Straßenbahn, das die Straße entlasten würde.

Seit Ende des Jahres 2004 wurde eine zentrale Buslinie, der "Trans- Jakarta" eingeführt. Dazu wurde jeweils eine Fahrspur baulich abgetrennt und verschiedene Haltestationen eingerichtet. Die Busse sind so konzipiert, dass Ein- und Ausstiege nur an den vorgesehenen Haltestellen möglich sind. Die Einstiege befinden sich in über ein Meter Höhe.

So kommt es zum täglichen Stau, der nicht nur die Fortbewegung erschwert und zu erhöhter Luftverschmutzung durch Abgase führt, sondern auch andere Probleme verschärft: so kann in der Hauptstadt der Müll schon deshalb nicht effizient entsorgt werden, weil die Müllfahrzeuge die meiste Zeit im Stau stehen.

Die Staubildung wird in Jakarta auch durch die fehlende Verkehrsmoral, insbesondere der öffentlichen Busse und Mofas gesteigert. Die kleineren Busse lassen ihre Fahrgäste an allen Stellen ein- und aussteigen. Dazu werden alle Fahrbahnränder, als auch die Mitte der Fahrbahn genutzt. Fahrzeuge nutzen nicht die vorgesehenen Fahrstreifen, wechseln häufig ohne Ankündigung die Fahrspuren, halten keinen Seiten und Sicherheitsabstand, biegen über mehrere Fahrspuren ab. Unfälle sind keine Seltenheit. Eine Unfallregulierung findet meist nicht statt.

Der öffentliche Nahverkehr wird von dieselgetriebenen Omnibussen bewältigt. Die erste Pferdestraßenbahn in Jakarta eröffnete 1869 ihren Betrieb und die erste Dampfstraßenbahn 1881. Ab 10. April 1899 wurde das Straßenbahnnetz elektrifiziert und der Verkehr im Jahre 1962 eingestellt.

Möglichkeit der Fortbewegung ist zusätzlich die Nutzung der vielzählig vorhandenen Taxis. Außer bei Regen sind Taxis ausreichend vorhanden. Es ist ausdrücklich auf das Benutzen des Taxometers wert zu legen. Betrugsversuche sind bei vielen Taxisunternehmen die Regel. Man sollte die etwas teureren, klimatisierten Taxis der Blue- und Silver Bird Firmen nutzen.

Das im Ballungsraum Jakarta (Region JABOTABEK - Jakarta, Bogor, Tangeran und Bekasi) vorhandene Regionalbahnnetz besteht aus mehreren Linien mit circa 125 Kilometer Gesamtlänge. Die von den Nah- und Fernverkehrszügen genutzten Streckenabschnitte sind teilweise elektrifiziert. Die Züge sind in der Hauptverkehrszeit oftmals mehr als überbelegt, wenn die erforderliche Fahrzeugkapazität durch Ausfälle bedingt nicht durch den Betreiber gestellt werden kann. Tragische Unfälle sind keine Seltenheit.

Auf dem internationalen Flughafen Soekarno-Hatta in Cengkareng, 23 Kilometer westlich von Jakarta, werden alle internationalen und nationalen Flüge abgefertigt. Er ist vom Zentrum Jakartas über eine Schnellstraße zu erreichen.

Bei den angebotenen Flughafentaxis sollten Preise vorher feststehen. Die dort wartenden Taxifahrer sind oftmals ortsunkundig und kennen lediglich größere Hotels oder Plätze. Ein Shuttleservice des Hotels, bzw. ein Limosinenservice sind zu empfehlen und noch in der Anflughalle buchbar.

Von Autoanmietungen und eigenständigen Transporten in die Stadt ist ausdrücklich abzuraten.

Fußgänger haben in Jakarta keine Chance. Gehwege fehlen, bzw. sind in einem sehr schlechten Zustand. Fußgängerüberwege sind so gut wie nicht vorhanden. Die vorhandenen Fußgängerbrücken sind für Bettler, Kleinhändler und Taschendiebe beliebte Treffpunkte.

 

 

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