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Jílín (chin. „Glückverheißender Wald“) ist eine Provinz im Nordosten der Volksrepublik China. Außerdem gibt es eine gleichnamige Stadt in dieser Provinz, die östlich von Changchun liegt.
Die geographischen Besonderheiten Jilins werden in einem chinesischen Spruch mit yi shan san shui (ein Gebirge - drei Flüsse) umrissen.
· Der Berg ist das Changbai-Gebirge im Südosten.
· Die drei Flüsse sind der Grenzfluss Yalu Jiang, der Songhua Jiang und der Liao He.
In Jilin herrscht ein nördlich kontinentales durch den Monsun bestimmtes Klima, mit langen kalten Wintern und kurzen warmen Sommern. Die durchschnittliche Temperatur im Januar schwankt zwischen -20 bis -14 °C. Der mittlere Regenfall beträgt 350 bis 1000 mm.
Administrativ ist Jilin in acht bezirksfreie Städte und einen Autonomen Bezirk untergliedert:
In der Provinzhauptstadt Changchun wurde in den 1950er Jahren mit Hilfe der Sowjetunion das Erste Automobilwerk gebaut, das über dreißig Jahre lang den Lastwagentyp Jiefang (= Befreiung) mit 95 PS produzierte, ohne dass irgend eine Änderung vorgenommen wurde. Den ersten Modellwechsel gab es im Jahr 1987, der Viertonner wurde zum Fünftonner mit stärkerem Motor aufgerüstet. Der Bedeutung dieses Werkes tragen auch westliche Konzerne Rechnung: Volkswagen lässt hier den Golf IV sowie den Jetta zusammenbauen, für Daimler-Chrysler werden verschiedene Mercedes-Modelle montiert.
Seit 1958 wurde hier auch der klassische Funktionärswagen Rote Fahne (= Hongqi) gebaut.
Das 220.000 Hektar große Naturschutzgebiet des Changbai-Gebirges, das größte Schutzgebiet Chinas, erstreckt sich 250 Kilometer an der Grenze zu Korea. Er wurde in das internationale Naturschutzprogramm der UNESCO aufgenommen. Die Felsen des Changbai schimmern weiß, wovon sich der Name abeleitet (immer weiß). Einer der Gipfel ist der 2.155 Meter hohe Baitoushan Weißkopf-Berg, ein erloschener Vulkan. Auf dessen Spitze breitet sich der bekannte, 9,2 km² große Himmelssee aus, ein über 300 Meter tiefer Krater, der bei einem Vulkanausbruch im Jahr 1702 entstand und sich mit Wasser füllte.
Die Provinz Jilin war die erste chinesische Provinz, in der es Frauen eine Künstliche Befruchtung erlaubt wurde. Dies löste heftige Diskussionen über den Stellenwert der Familie aus, die für viele Chinesen den höchsten Stellenwert einnimmt.
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