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Köln (bis 1919 auch Cöln, unter den Römern erst oppidum ubiorum, dann CCAA, Colonia Claudia Ara Agrippinensium, im Mittelalter Coellen und im Kölner Dialekt Kölsch Kölle genannt) ist nach Einwohnern und nach Fläche die viertgrößte Stadt Deutschlands sowie die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Die Stadt ist aufgrund ihrer 2000-jährigen Geschichte, ihres kulturellen und architektonischen Erbes und für ihre international bedeutenden Veranstaltungen bekannt.
1850 überschritt die Einwohnerzahl erstmals die Grenze von 100.000, womit Köln zur Grossstadt im heutigen Sinne wurde. Durch Einbeziehung der Zweitwohnsitze bezeichnet sie sich heute als Millionenstadt; die Zahl der Erstwohnsitze lag jedoch nur 1975-76 durch vorübergehende Eingemeindungen über einer Million, seitdem knapp darunter.
Neben seiner Eigenschaft als Sitz weltlicher und kirchlicher Macht trug zur Bedeutung Kölns auch seine Lage am Schnittpunkt bedeutender West-Ost-Handelsstraßen mit dem Umschlag von Gütern auf dem Rhein beim Übergang von der Niederländer- zur Oberländerschifffahrt bei. Die Stadt wurde so zu einem bedeutenden Handelsstandort und ist heute der Verkehrsknotenpunkt mit dem deutschlandweit höchsten Eisenbahnverkehrsaufkommen (unter anderem im Kölner Hauptbahnhof, dem Rangierbahnhof Gremberg und dem größten Container- und Umschlagbahnhof des Binnenlandes KÖln-Eifeltor). Der Rheinhafen zählt zu den wichtigsten BinnenhÄfen Europas. Köln hat seit langem eine überregionale Bedeutung für das Versicherungswesen und die Kultur, speziell für die Bildende Kunst. Die Karnevalshochburg ist außerdem Sitz vieler Verbände. Die zuvor darüber hinaus stark industriegeprägte Stadt hat im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts einen Strukturwandel zum Dienstleistungssektor absolviert: Heute gilt Köln auch als Medienmetropole und holt als Standort von Büroimmobilien im Wettbewerb mit Düsseldorf seinen Rückstand zunehmend auf.
Köln zählt zu den großen Universitätsstädten; die 85.183 eingeschriebenen Studierenden machen einen Bevölkerungsanteil von etwa 8,5 Prozent aus. Mit einem Ausländeranteil von 17,2 % (175.515 Menschen, Stand: Ende 2004) ist Köln zudem ein traditionsreicher multikultureller Schmelztiegel, der eine der größten türkischen Gemeinden Deutschlands beherbergt. Die Vielfalt an kulturellen, religiösen und ethnischen Gruppen wird wie in vielen derartigen Großstädten von einem hohen Maß an Toleranz und Liberalität in weiten Teilen der Bevölkerung begleitet. So gilt die Stadt auch als ein Zentrum schwul-lesbischer Kultur.
Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,15 km² (linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Damit ist Köln flächenmäßig nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Grossstadt Deutschlands. Berücksichtigt man auch kleinere Städte, so ist Köln nach Berlin, Hamburg und Wittstock/Dosse die flächenmäßig viertgrößte Stadt Deutschlands.
Köln liegt 50° 56′' 33" nördlicher Breite und 6° 57′' 32" östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter (im Königsforst), der niedrigste 37,5 Meter (im Worringer Bruch) über dem Meeresspiegel.
Köln liegt in der Kölner Bucht, wie die Tallandschaft zwischen den Stufen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge genannt wird. Diese günstige Lage verschafft Köln ein Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:
· Durch die Eifelbarriere liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können.
· Gleichzeitig wird eine Lufterwärmung durch geringen Luftaustausch mit dem Umland begünstigt. Die Innenstadt von Köln, in der zusätzlich innerstädtische Überwärmung auftritt, gilt als der wärmste Ort Deutschlands, noch vor Freiburg im Breisgau.
· Damit verbunden ist aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist.
Großräumig liegt Köln in der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 2,4 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18,3 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 798 mm und liegen damit gut im Deutschlandmittel.
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