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Das Königreich Lesotho ist eine parlamentarische Monarchie in Afrika. Lesotho ist eine Enklave in Südafrika. "Lesotho" bedeutet "das Land der Sotho-sprechenden Leute", wobei die Sprache "Südliches Sotho" gemeint ist. Nationalfeiertag ist der 4. Oktober, Tag der Unabhängigkeit (1966).
Lesotho liegt hauptsächlich auf einer Hochebene, im Osten begrenzt von den Drakensbergen (Maloti-Berge) in einer Höhe von 2.000-3.000 m, wobei nach Westen die Ausläufer auf etwa 1.400 m absinken. Der höchste Berg ist Thabana Ntlenyana mit 3.482 m. Es herrscht subtropisches Klima. Jedoch bewirken die verschiedenen Höhenlagen niedrige Temperaturen mit meist großen Schwankungen (zwischen -15° C und 35° C). Die durchschnittliche Jahrestemperatur der Hauptstadt beträgt 15° C. In den Hochlagen der Gebirge kommt Frost häufig vor. Die meisten Niederschläge fallen im Sommer, und schwanken zwischen 650 mm im Vorland und 2.000 mm im nördlichen Hochplateau.
Bevölkerung
Ethnisch sind die Lesother fast vollständig dem südlichen Bantuvolk der Basotho zuzurechnen. Etwa 45 % der Bevölkerung sind Katholiken, 30 % sind Protestanten, 7 % sind Animisten. Bis zu 40 % der Bevölkerung ist mit dem HI-Virus infiziert. Das durchschnittliche Lebensalter beträgt 33 Jahre.
Geschichte
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts vereinigen sich in dieser Region des südlichen Afrika die vorher eigenständigen Sotho-Clans zur Basutho-Nation. 1868 wird das Königreich von der britischen Kolonialmacht erobert und ist seit 1884 britische Kronkolonie.
Die Bildung politischer Parteien Ende der 1950er führt im Jahr 1966 zur äUnabhngigkeit, aus der die südafrikafreundliche Basutoland National Party (BNP) als Gewinner hervorgeht. Stärkste Partei heute ist die Lesotho Congress for Democracy (LCD), die aus der Wahl von 2002 mit 77 von 120 Sitzen hervorgegangen ist.
In den Parlamentswahlen vom 23. Mai 1998 erhält die regierende LCD (Lesotho Congress for Democracy) aufgrund des Mehrheitswahlsystems 79 der 80 Sitze im Parlament. Nach wochenlangen Protesten der Opposition und einer Meuterei von Offizieren marschieren am 22. September 1998 auf Ersuchen des Premiers Bethuel Pakalitha Mosisili südafrikanische Truppen in Lesotho ein.
Nach Vermittlung durch den südafrikanischen Sicherheitsminister Sydney Mufamadi beschließt ein Interimsrat aus Regierung und Opposition eine Wahlrechtsänderung und Neuwahlen. Am 15. Mai 1999 werden die südafrikanischen Truppen wieder abgezogen. Mit der Änderung des Wahlgesetzes vom 3. September 1999 wird das Parlament von 80 auf 130 Sitze vergrößert, wobei 80 Sitze durch ein Mehrheitswahlsystem und 50 Sitze im äVerhltniswahlrecht bestimmt werden.
Am 26. Mai 2002 finden die mehrfach verschobenen Parlamentswahlen statt. Die regierende LCD erringt mit 54 % der abgegebenen Stimmen die absolute Mehrheit, stärkste Oppositionspartei wird die Basotho National Party (BNP) mit 22,4 % der Stimmen.
Das Lesotho-Highlands-Wasserprojekt, in dem angeblich 1,6 Millionen Euro an Bestechungsgeldern von Acres International und 11 anderen internationalen Dammbauunternehmen gezahlt wurden, wird von der internationalen Nichtregierungsorganisation Transparency International als "Denkmal der Korruption" bezeichnet.
Wichtige politische Zielvorgaben zu Beginn des Jahrzehnts sind umfassende Privatisierungsmaßnahmen, da viele der meist staatlichen Betriebe heruntergewirtschaftet sind, außerdem Maßnahmen gegen die Nahrungsmittelknappheit, hohe Arbeitslosigkeit und Aids.
Sicherheitspolitik
Die Armee ist mit 2.000 Soldaten (18 gepanzerten Fahrzeugen, 2 Transportflugzeuge und 5 Hubschrauber) nicht sehr schlagfertig, daher war Lesotho gezwungen 1998 Südafrikanische Truppen zur Niederschlagung eines Putsches ins Land zu holen.
Verwaltung
Lesotho ist in zehn Distrikte aufgeteilt: Berea, Butha-Buthe, Leribe, Mafeteng, Maseru, Mohales Hoek, Mokhotlang, Qacha's Nek, Quthing, Thaba-Tseka
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