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Mexico - Stadt (spanisch Ciudad de México) ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Mexiko und bildet den gleichnamigen Bundesdistrikt. Sie wird im Land daher oft als México DF oder kurz DF (DF = Distrito Federal, Bundesdistrikt) bezeichnet. Dieser Bundesdistrikt wurde bis 1988 auch direkt von der Zentralregierung verwaltet, erst seitdem gibt es einen Bürgermeister.

Mexico - Stadt hat 8.657.045 Einwohner in der eigentlichen Stadt und 22.095.047 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005). Die Metropolregion zählt zu den am schnellsten wachsenden der Erde. Das Wachstum geht sowohl auf Zuwanderung als auch auf eine hohe Geburtenrate zurück. Die Stadt ist Erzbischofssitz. Sie ist politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt sowie größter Verkehrsknotenpunkt des Landes. Oft wird im Deutschen fälschlich die englische Bezeichnung Mexico City gebraucht.

Geografische Lage

Mexico-Stadt liegt am südlichen Ende des Tals von Mexico, auf drei Seiten von Bergen umgeben – unter anderem von den berühmten Zwillingsvulkanen Popocatpetl und Iztacchuatl durchschnittlich 2.308 Meter über dem Meeresspiegel. Aufgrund dieser Lage ist die Smoggefahr ständig sehr hoch.

Das Tal war einst von einer Anzahl Seen erfüllt, die die Spanier jedoch weitgehend trockenlegten. Sie wollten so die Hochwassergefahr nach den sommerlichen Niederschlägen verringern und neues Land zur Besiedlung schaffen.

Doch der Boden der Stadt ist immer noch weich und lässt Mexico - Stadt jährlich um etwa 25 Zentimeter absinken. Die geografischen Koordinaten sind 19,24 Grad nördlicher Breite und 99,12 Grad westlicher Länge.

Klima

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Nur im Sommer zwischen April und Juni wird es um die Mittagszeit sehr warm. Von Oktober bis Mai ist Trockenzeit und von Juni bis September Regenzeit, in der es meist zu kurzen und heftigen Schauern kommt.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 16,5 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 894 Millimeter im Mittel. Der wärmste Monat ist der Mai mit durchschnittlich 18,6 Grad Celsius, die kältesten Monate sind Dezember und Januar mit 13,8 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat August mit durchschnittlich 194 Millimeter und der wenigste im Januar mit zehn Millimeter im Mittel.

Die Gründung der Stadt geht aztekischen Aufzeichnungen zufolge auf das Jahr 1325 zurück, als sich eine Schar von Nomaden aus dem Norden auf einer Insel im Texcoco-See ansiedelte. Diese Stadt, die den Namen Tenochtitlan trug, ist im Laufe der Zeit auf über 250.000 Einwohner angewachsen und Hauptstadt des Aztekenreiches geworden.

1519 kam der spanische Eroberer Hernan Corts (1485–1547) erstmals hierher. Seine Armeen besetzten 1521 die große Metropole der Azteken und zerstörten sie. Auf den Ruinen errichteten sie ihre eigene Hauptstadt. Als diese weiter angewachsen ist, legten sie den Lago de Texcoco trocken. Von dort unternahmen die Spanier Expeditionen und unterwarfen die amerikanischen Ureinwohner bis weit in den Norden in die heutigen USA und in den Süden bis nach Mittelamerika.

Mexico-Stadt ist die Hauptstadt aller spanischen Provinzen in Amerika geworden, die nördlich von Costa Rica lagen. Spanien verwaltete die Stadt drei Jahrhunderte lang. 1810 kam es unter der Führung von Miguel Hidalgo (1753-1811) und Jose Maria Morelos (1765-1815) zum äUnabhngigkeitskrieg, der 1821 mit die Einnahme der Stadt durch Rebellen unter der Führung von Agustin de Iturbide (1783–1824) siegreich beendet wurde. Am 21. Juli 1822 erfolgte seine Ernennung zum Kaiser. 1847 wurde Mexiko-Stadt im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg von den US-Streitkräften eingenommen und fünf Monate lang besetzt. Von 1863 bis 1867 ist die Stadt von Kaiser Maximilian (1832–1867) und der französischen Armee regiert worden.

Der 1858 zum Präsidenten gewählte Benito Juarez (1806-1872) vertrieb 1866 die Franzosen mit Hilfe der USA aus Mexico-Stadt und dem ganzen Land. Nach dem Sieg über die Franzosen überwachte er 1867 persönlich die standrechtliche Exekution von Kaiser Maximilian I. in Querétaro, den Napoleon III. als Statthalter 1864 eingesetzt hatte und übernahm die Regierungsgeschäfte in Mexico-Stadt.

In den 1920er Jahren wurden Pläne für die städtebauliche Erneuerung von Mexico-Stadt in Angriff genommen. Programme zur Wohnraumbeschaffung und Bereinigung von Slumvierteln wurden ins Leben gerufen. Zwischen 1930 und 1950 hat sich die Einwohnerzahl der Stadt mehr als verdoppelt.

1968 war Mexico-Stadt der Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. Am 19. September 1985 verursachte ein verheerendes Erdbeben schwerste Schäden, 9.500 Menschen starben und circa 30.000 wurden obdachlos.

Das schnelle Wachstum von Mexico-Stadt hat zahlreiche Schwierigkeiten hervorgerufen, wie unter anderem eine bedrohliche Luftverschmutzung, bedingt durch die große Anzahl der Autos und Industriebetriebe sowie eine immer unzureichendere Wasserversorgung. Der Untergrund in der Innenstadt sackte als Folge der Grundwasserentnahme bis zu zehn Meter ab. Dies führte zu Schäden an Gebäuden und an Wasser- und Abflussleitungen, aber auch zu einer erhöhten Überschwemmungsgefahr. Die Stadt wird heute von weit entfernt liegenden Quellen außerhalb des Hochtales zusätzlich mit Wasser versorgt. Moderne mehrstöckige Gebäude werden gegenwärtig auf riesigen Stahl- und Betonpfeilern erbaut, um ihr Absinken zu verhindern.

Mexico-Stadt ist heute mit ihren 8,7 Millionen Einwohnern im Distrito Federal die zweitgrößte Stadt Lateinamerikas und mit 22,1 Millionen Menschen in der Agglomeration die drittgrößte Metropolregion der Welt. Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Distrito Federal mit fest definierter Stadtgrenze seit einigen Jahren nahezu keine Bevölkerungszunahme mehr zulässt.

Doch das war nicht immer so. Sehr deutlich zeigt sich in Mexico-Stadt die Entwicklung der Verstädterung in den letzten Jahren. Noch 1950 hatte Mexico-Stadt gerade einmal 3,1 Millionen Einwohner. Im Jahre 1970 waren es schon 6,9 Millionen Menschen und die Zuwachsrate des Ballungsgebietes lag bei etwa eine Million Menschen pro Jahr.

Mexiko-Stadt ist seit der Stadtgründung im Jahre 1521 der Sitz der spanischen Vizekönige und erhielt dadurch ihre Stellung als Primatstadt: sie ist noch heute gleichzeitig Hauptstadt und Knotenpunkt für die bedeutendsten politischen und wirtschaftlichen Ereignisse des Landes. Doch erst durch eine bessere Versorgung der Menschen (zum Beispiel im Gesundheitswesen) und die Ansiedlung zahlreicher Industriebetriebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann der Zustrom von Menschen aus dem Umland in die Stadt. Heute ist das städtische Wachstum kaum noch kontrollierbar.

Im Jahre 1824 unterteilte man Mexico-Stadt in die eigentliche Stadt und den darum liegenden Bezirk, genannt "Zona Metropolitana de la Ciudad de Mexico" (ZMCM). Dieser Bezirk hatte zum damaligen Zeitpunkt eine Größe von 1.479 Quadratkilometer, über dessen Grenzen die Stadt aber schon längst wieder hinaus gewachsen ist. Mexico-Stadt selbst umfaßt die im Stadtkern dicht besiedelten Gebiete, mit einem Wachstum von 1,8 Prozent pro Jahr. Die ZMCM jedoch beinhaltet die Randgebiete, in die zahlreiche Menschen aus dem Stadtkern abwandern. Das jährliche Wachstum in diesen Stadtbezirken liegt bei unter vier Prozent pro Jahr.

Sehr deutlich fällt in Mexico-Stadt die Verteilung der Bevölkerung in wohlhabende und sozial schwache Stadtviertel auf: schon früh siedelten sich im Westen der Stadt die Menschen der Oberschicht an. Diese Gegend wurde zum bevorzugten Wohngebiet durch Kaiser Maximilian, der im 400 Hektar großen Park von Chaupultepec 1864 ein Schloß baute. Noch heute leben im Westen die Wohlhabenden, viele Hotels, Banken und Versicherungen haben sich dort niedergelassen.

Der Norden jedoch zählt als großes Industriegebiet: zahlreiche Industriebetriebe und mehrere Arbeiterviertel findet man hier vor. Der Osten ist das Wohngebiet der sozial schwachen Bevölkerung. Die Unterschicht lebt auf dem Boden des trockengefallenen Texcoco-Sees, von dem oft durch den ungünstigen Wind sehr viel Staub in die armen Viertel der Stadt getragen wird.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1889 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1895 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne den Vorortgürtel.

 

 

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