Onur Air - 8Q -  Fluggesellschaft - Billigflüge ab Europa

 

 

Oneways und Gabelflüge

 


Onur Air ist eine 1992 gegründete Fluggesellschaft mit Sitz in Istanbul (üTrkei). Die Gesellschaft ist eine Charterairline und fliegt hauptsächlich Ferienziele in der Türkei an. Als weitere Standbeine der Onur Air gelten das Inlandsgeschäft, sowie das wet-leasing von Flugzeugen an andere Fluggesellschaften z. B. Iberia und Saudi Arabian Airlines. Seit ihrer Gründung hat sie rund 40 Millionen Passagiere befördert. Sie ist die zweitgrößte Passagier-Airline der Türkei und gilt als sechstgrösste Charterairline Europas. Für das Unternehen arbeiten rund 1500 Beschäftigte davon 336 Techniker. Das Eigenkapital der Onur Air betrug 2004 480 Millionen Dollar.

· IATA-Code: 8Q

· ICAO-Code: OHY

Flugverbot

Am 13. Mai 2005 wurde der Fluggesellschaft sowohl vom deutschen Luftfahrt-Bundesamt als auch von äniederlndischen Behörden die Einflugerlaubnis wegen Sicherheitsmängeln entzogen. Laut Bild am Sonntag in ihrer Ausgabe vom 15. Mai 2005 soll es sich bei den Mängeln um wiederholt defekte Triebwerke und abgefahrene Reifen handeln. Des weiteren hätten teilweise mitführungspflichtige Versicherungspolicen gefehlt. Von dem Flugverbot sind laut Angaben der Fluggesellschaft mehr als 10.000 Urlauber betroffen, davon etwa 2000 aus Deutschland.

Von Seiten der Fluggesellschaft werden die Sicherheitsmängel dementiert und betont, dass die Fluggesellschaft eine sichere und unfallfreie sei. 2003 soll jedoch laut Bild am Sonntag eine Maschine beim Start in den Niederlanden über die Startbahn hinausgeschossen sein, die Passagiere hätten über Notrutschen evakuiert werden müssen. Bei diesem Zwischenfall handelte es sich um einen abgebrochenen Startversuch, bei dem das Flugzeug nicht mehr auf der Landebahn zum stehen kam. Nach Einschätzungen der Geschäftsführung von Onur Air handelt es sich bei dem Entzug der Fluggenehmigung um Willkür.

Die Türkei reagierte am 13. Mai mit drastischen Maßnahmen: Deutschen Fluggesellschaften, die aufgrund der entzogenen Fluggenehmigung das Geschäft der türkischen Airline kurzfristig übernehmen wollten, wurde die Landeerlaubnis verweigert. In den Konflikt schaltete sich auch der deutsche Verkehrsminister Manfred Stolpe ein. Nach Protesten des Auswärtigen Amtes wurde das Einflugverbot für deutsche Flugzeuge wieder aufgehoben.

Am 14. Mai wurden der Fluggesellschaft auch durch die schweizerische und die französische Flugsicherheitsbehörde die Einflugerlaubnis entzogen.

Onur Air war bislang zu sicheren Airlines gezählt worden, da das Unternehmen von Airbus und Boeing in seiner 14-jährigen Geschichte insgesamt neun mal wegen seines Wartungsverfahren mit Zertifikaten prämiert worden war.

Am 30. Mai hob das Luftfahrt-Bundesamt das Flugverbot für Deutschland unter strengen Auflagen wieder auf, nachdem bereits seit dem 27. Mai zwei Maschinen pro Tag den Flughafen Düsseldorf anfliegen durften. So muss das Unternehmen einen ihm vorgelegten Maßnahmenkatalog vollständig umsetzen und dem Luftfahrt-Bundesamt regelmäßig Berichte über die erfolgten Maßnahmen vorlegen. Für den Juli 2005 ist eine abschließende Überprüfung dieser Maßnahmen vorgesehen.

Flotte

· Airbus A300 (5)

· Airbus A300-600 (4): eine weitere Maschine, die von der Deutschen Lufthansa übernommen werden soll, steht in Frankfurt am Main mit Onur-Air-Bemalung bereit

· Airbus A320 (2)

· Airbus A321 (10): Onur Air gilt als die erste Charter-Airline die diesen Typ einsetzte. Unter anderem gehören auch die beiden ehemaligen Prototypen dieses Musters zu ihrer Flotte.

· McDonnell Douglas MD-88 (5)

 

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