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Olympiade - Billigflug nach Peking - Olympia 2008


 

Oneways und Gabelflüge

 

Olympische Sommerspiele 2008

Die XXIX. Olympischen Sommerspiele wurden vom 8. August bis zum 24. August 2008 in der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen. Es waren die ersten Olympischen Spiele, die in der Volksrepublik China ausgetragen wurden.

Einige Wettbewerbe wie Segeln, Freiwasserschwimmen und Beachvolleyball fanden in Qingdao statt. Daneben werden die Reitwettbewerbe in Hong Kong ausgetragen. Das bedeutet gleichzeitig, dass zwei NOKs an der Austragung der Spiele beteiligt sind. Das gab es vorher nur bei den Olympischen Sommerspielen 1956 in Melbourne, als die Reiterwettbewerbe in Stockholm ausgetragen werden mussten.

Bewerbungen

Insgesamt bewarben sich zehn Städte um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2008: Bangkok, Havanna, Kairo, Kuala Lumpur, Sevilla, Osaka, Toronto, Paris, Istanbul und der Favorit Peking. Die letzten fünf wurden vom IOC zur Wahl des Austragungsortes zugelassen, wobei nur Paris, Toronto und Peking Chancen auf den Erhalt der Spiele zugestanden wurden und Istanbul und Osaka als Außenseiter angesehen wurden.

Paris bewarb sich um die Austragung der dritten Olympiade nach 1900 und 1924. Geplant waren Ausgaben in Höhe von 2,3 Milliarden Euro für die Infrastruktur und 2,2 Milliarden Euro für die Organisation. Die Zustimmung zur Bewerbung war in der französischen Bevölkerung und Politik groß. Man wollte sich gegenüber dem Favoriten Peking vor allem durch ethische Fragen absetzen. So gäbe es in Frankreich keine Menschenrechtsverletzungen und keine Umweltprobleme. Als Olympia Stadion sollte das Stade de France, Austragungsort der Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft 1998, genutzt werden. Daneben sollten die Beachvolleyball-Spiele unter dem Eifelturm und die Wettbewerbe im Reiten vor dem Invalidendom ausgetragen werden. Roland Garros wäre Austragungsort der Tenniswettbewerbe geworden.

Die Bewerbung Torontos warb mit der multikulturellen Gesellschaft in Kanada. Die Organisatoren gingen von Ausgaben von 10,3 Milliarden Euro für Infrastruktur und 2,3 Milliarden Euro für die Organisation aus. Man plante Spiele der kurzen Wege, da 25 von 28 Sportstätten innerhalb von 15 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein sollten. Außerdem strebte man an, nach Calgary und Los Angeles die dritte Stadt zu werden, die einen Gewinn durch die Olympischen Spiele macht. Toronto wollte aus den Fehlern der Olympischen Sommerspiele 1976 in Montreal lernen, das noch heute an der Verschuldung durch die Austragung der Spiele leidet. Die Bewerbung wurde von einem Skandal begleitet, da der Bürgermeister Torontos Mel Lastman nicht nach Afrika flog, um für die Austragung der Olympischen Spiele in seiner Stadt zu werben, und dies mit dem Satz "Ich reise nicht nach Afrika, da werde ich am Ende noch von Kannibalen aufgefressen" begründete.

Nach der gescheiterten Bewerbung von 1993 um die Austragung der Olympiade 2000, die Peking mit nur zwei Stimmen Unterschied gegen Sydney verlor, bewarb sich die chinesische Hauptstadt zum zweiten Mal. Nach dem ersten Scheitern kam es zu radikalen Veränderungen in der Stadt. So wurden Fabriken in Hinterhöfen geschlossen, was zu besserer Luftqualität führen sollte, und alte, verwinkelte Stadtviertel umgestaltet. In der Stadt wurden Grünstreifen angelegt und moderne Hochhaussiedlungen errichtet. Die geplanten Kosten betrugen 23 Milliarden Euro für die Infrastruktur und 3,6 Milliarden für die Organisation. Man bewarb sich mit einem im Norden Pekings geplanten Olympischen Dorf, in dem auch die meisten Sportanlagen liegen sollten, und Beachvolleyball-Wettbewerben auf dem Tiananmen-Platz. Daneben war schon der Weg des Olympischen Feuers geplant; er sollte auch über den Himalaya führen. Die Bewerbung wurde von Kritik durch Menschenrechtler begleitet, da China die meisten Todesstrafen weltweit vollstreckt. Außerdem kritisierten wenige Chinesen, dass mit dem vielen Geld besser Schulen und Krankenhäuser finanziert werden sollten. In den Wochen vor der Entscheidung über die Vergabe der Spiele in Moskau gab es viele Veranstaltungen zur Unterstützung der Bewerbung, die durch die Medien verbreitet wurden. 200.000 Schulkinder haben zum Beispiel ein 2008 Meter langes Plakat gebastelt, das an der Großen Mauer aufgehängt wurde.

Vergabe der Spiele

Peking setzte sich am 13. Juli 2001 auf der 112. IOC-Session in Moskau gegen Toronto, Paris, Istanbul und Ōsaka durch. Die Entscheidung war deutlich und viel schneller als erwartet. Vor der Abstimmung stellte sich jeder Bewerber mit einer 45-minütigen Präsentation vor und warb um Stimmen. Nach den vier Wahlgängen zur Wahl des Austragungsortes für die Olympischen Sommerspiele 2000 und den fünf für die Olympischen Sommerspiele 2004 blieb es bei nur zwei Wahlgängen, in denen sich der Favorit durchsetzen konnte.

Korruption

Am 11. Juni 2006 wurde der Vize-Bürgermeister Pekings Liu Zhihua, der für die Olympia-Bauten und die Vergabe von Grundstücken zuständig war, wegen Korruption entlassen. Offiziell wird zwar sein "Lebenswandel" mit Bordell-Besuchen für die Entlassung angeführt, aber dieses Verhalten ist so normal, dass die Medien andere Gründe dahinter vermuten. Es wird angenommen, dass es um Korruption im Zusammenhang mit der Vergabe von Bauaufträgen geht, da für mehr als 32 Milliarden Euro momentan ein neuer Flughafen-Terminal in der Umgebung der Hauptstadt und in ihr selbst neue U-Bahn-Strecken, Wohnsiedlungen, Wasser-, Kraft- und Klärwerke entstehen. Daneben werden auch noch die Sportstätten errichtet. Diesen Projekten müssen viele Bewohner der Hauptstadt weichen und bei den Entschädigungszahlungen kam es häufiger zu Unregelmäßigkeiten. Daneben ist das Verfahren der Vergabe von Bauaufträgen untransparent und die Besitzverhältnisse der Bauunternehmen nicht klar.

Fackellauf

Der Fackellauf zu Olympia 2008 soll weltweit durch 28 und dann innerhalb Chinas durch 78 Städte führen. Bei der Vorstellung der Bewerbung in Moskau war vorgesehen, die Flamme von Griechenland aus durch Asien tragen zu lassen. Sie sollte dabei die Orte der frühen Hochkulturen Griechenlands, Italiens, Ägyptens, Iraks, Irans, Indiens und zuletzt Chinas passieren. Fraglich ist die Umsetzung auf Grund der politisch schwierigen Lage in der Region mit dem Irak-Krieg und dem Konflikt mit dem Iran.

Das Organisationskomitee strebt es ebenfalls an, das Olympische Feuer auf den Mount Everest, den höchsten Berg der Erde zu tragen. Dabei würde der Weg auch durch Tibet führen.

Gesponsert wird der Fackellauf von Coca-Cola.

Logo, Maskottchen, Motto

Das Logo der Olympiade 2008 trägt den Titel "Tanzendes Peking". Es zeigt das kalligraphische Symbol für das Wort "jing", das der Form eines Athleten nachempfunden wurde, vor einem roten Hintergrund. Die geöffneten Arme des Sportlers sollen die Einladung Pekings an die Welt symbolisieren.

"Eine Welt, ein Traum" ist das Motto der Sommerspiele 2008. Es wurde am 26. Juni 2005 vom Organisationskomitee bekannt gegeben.

Die Maskottchen der Spiele sind Beibei, Jingjing, Huanhuan, Yingying und Nini. Sie wurden am 11. November 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt und repräsentieren die Sportfelder Schwimmen, Kampf- und Kraftsportarten, Ballsportarten, Turnen und Leichtathletik. Die Maskottchen symbolisieren aber auch die Elemente der Fünf-Elemente-Lehre des Daoismus: Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. Außerdem entsprechen die Farben der Figuren denen der Olympischen Ringe.

Teilnehmende Nationen

Die Zahl von 202 teilnehmenden Nationen an den Olympischen Sommerspielen 2004 wird in Peking wohl übertroffen. Wahrscheinlich werden 204 Nationen teilnehmen, da das NOK der Marshall-Inseln anerkannt wurde. Daneben werden Serbien und Montenegro, nach dessen Referendum für die Unabhängigkeit, wahrscheinlich getrennt starten. Dagegen werden Süd- und Nordkorea über ein gemeinsames Team für die Olympischen Sommerspiele verhandeln, nachdem sie schon mehrmals bei Eröffnungsfeiern gemeinsam einmarschiert sind.

Neubauten:

· Nationalstadion – Leichtathletik, Fußball
· Nationales Wassersportzentrum – Schwimmen, Wasserspringen, Wasserball und Synchronschwimmen
· Schießhalle – Qualifikation und Finale der Schießwettbewerbe über 10, 25 und 50 Meter
· Nationales Hallenstadion – Geräteturnen, Trampolinturnen, Handball
· Wukesong-Hallenstadion - Basketball
· Laoshan-Velodrom – Bahnradfahren
· Olympischer Ruder- und Kanupark Shunyi – Rudern, Kanu / Kajak (Flach- und Wildwasser)
· Chinesische Landwirtschaftsuniversität – Ringen
· Peking-Universität – Tischtennis
· Universität der Wissenschaft und Technologie – Judo, Taekwondo
· Technische Universität – Badminton, Rhythmische Sportgymnastik

Bestehende Anlagen:

· Olympisches Sportzentrum – Fußball, Moderner Fünfkampf (Geländelauf und Reiten), Handball
· Arbeiterstadion – Fußball
· Hauptstadt-Hallenstadion – Volleyball
· Fengtai-Softballstadion – Softball
· Ying Tung Natatorium – Wasserball, Moderner Fünfkampf (Schwimmen)
· Laoshan Mountainbikegelände – Mountainbike
· Shijingshan-Schießgelände – Schießen
· Institut für Technologie – Volleyball
· Beihang-Universität – Gewichtheben

Temporäre Anlagen:

· Olympic Green-Messezentrum – Fechten, Moderner Fünfkampf (Fechten)
· Olympic Green – Bogenschießen, Feldhockey, Tennis
· Wukesong-Baseballstadion – Baseball
· Laoshan – BMX
· Chaoyang-Park – Beachvolleyball
· Reservoir bei den Ming-Gräbern – Triathlon
· Rundkurs für Radstraßenrennen

Außerhalb von Peking

· Internationales Segelzentrum Qingdao - Segeln, Beachvolleyball
· Shanghai-Stadion, Shanghai – Fußball
· Olympisches Sportzentrum Qinhuangdao – Fußball
· Reitsportzentrum Hongkong – Reiten
· Olympisches Zentrum Tianjin – Fußball

 

Während der Olympischen Sommerspiele in Peking werden 302 Wettbewerbe in 28 Sportarten ausgetragen. Dargestellt sind die Anzahl der Goldmedaillenentscheidungen an den einzelnen Wettkampftagen und die Vorkämpfe.

 

 

Die Rechte für die Fernsehübertragung in Deutschland liegen bei der ARD und dem ZDF. In Großbritannien wird die BBC die Olympischen Spiele übertragen, in den USA ist es NBC.
 

Homepage des Organisationskomitees Peking 2008

 

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Olympische Sommerspiele 2008 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia (http://de.wikipedia.org/) und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (http://www.gnu.org/licenses/fdl.txt). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Hauptseite&action=history) verfügbar