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Das Königreich Saudi-Arabien, ist eine Monarchie in Vorderasien. Saudi-Arabien liegt auf der Arabischen Halbinsel und grenzt an den Irak, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, den Jemen, das Rote Meer und den Persischen Golf. Die Gesellschaft Saudi-Arabiens ist dafür berüchtigt, von einem extrem rückständigen Islamverständnis durchdrungen zu sein.
· offizieller Name: al-Mamlaka al-carabiyya as-sacūudiyya
· Erdteil: Asien (Naher Osten)
· Religion: Die wahhabitische Ausrichtung des Islam ist Staatsreligion. Es besteht keine Religionsfreiheit; religiös Andersdenkende werden massiv verfolgt.
· Nationalfeiertag: 23. September
· Gliederung: 13 Provinzen
· Bevölkerungszunahme: 4,4 % im Jahr
· größte Städte: Riad, Dschidda, Mekka, Medina, Taif
· Lebenserwartung: 70 Jahre
· Alphabetisierung: 62 %
· Landescode nach ISO 3166-1: SA
Die beiden heiligsten Stätten des Islam, die Kaaba in Mekka und die Ruhestätte des Propheten Mohammed in Medina liegen in Saudi-Arabien, sodass das Land jährlich das Ziel von Hundertausenden Pilgern wird, vor allem während der Hadsch.
Staatsreligion ist die wahhabitische Richtung des Islam.
Geographie
Die Arabische Halbinsel besteht größtenteils aus einem ausgedehntem Hochland. Im Westen bildet das Plateau einen steilen Randabbruch, der parallel zur Küste des Roten Meeres verläuft. Im Nordwesten gibt es praktisch keine Küstenebene. Die höchsten Gipfel liegen im Südwesten im Asir-Gebirge.
Östlich des Randabbruchs fällt das unwirtliche Hochland allmählich bis zu den flachen Wassern des Persischen Golfes ab, dessen Küste von Sümpfen und Salzflächen gesäumt wird. Das Hochland wird überwiegend von Sandwüste mit einigen Gebieten von nacktem vulkanischem Gestein bedeckt. Ein breites Wüstenband, "das leere Viertel" Rub al-Chali, erstreckt sich über den gesamten Süden des Landes. Der höchste Berg ist der Dschabal Sauda mit 3.133 m Höhe.
Es herrscht vorwiegend heißes und trockenes Klima. Das kontinentale Klima im Landesinneren weist zum Teil beträchtliche Temperaturunterschiede, vor allem zwischen Tag und Nacht auf. Im Sommer sind tagsüber Maximalwerte von 40 Grad möglich, im Winter kann nachts der Gefrierpunkt unterschritten werden. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 28 Grad. Der größte Teil der spärlichen Jahresniederschlagsmenge fällt zwischen November und Januar.
In den meisten Teilen des Landes ist die Vegetation auf niedrige Gräser und kleine Sträucher beschränkt. In verstreuten Oasen wachsen Dattelpalmen. Die arabische Oryxantilope sowie weitere Antilopenarten wurden durch die Jagd in Freiheit ausgerottet, heute lebt sie aufgrund von Auswilderungs-Programmen wieder in geringer Zahl in Freiheit. Auch einige Singvögel sind vom Aussterben bedroht.
Verbreitet sind Wildkatzen, in der Wüste lebende Flughühner, höhlenbauende Nagetiere sowie Wüstenratten und diverse Reptilien und Insekten. Die in Syrien vor wenigen Jahren wiederentdeckten Waldrappen ziehen wohl auch nach Saudi-Arabien. Der Halsbandsittich ist als Neozoon in vielen Siedlungen zu finden. In den Küstengewässern des Roten Meeres wimmelt es von Meerestieren, besonders in den Korallenriffen.
Saudi-Arabien ist eine islamische absolute Monarchie. Bis 1. August 2005 regierte den wahhabitischen Staat König Fahd ibn Abd al-Aziz Al Saud, der gleichzeitig Premierminister war. Auch der Rest der königlichen Familie hat wichtige Regierungsämter inne. Die Regierungsgeschäfte werden bereits seit einigen Jahren vom Kronprinzen und designierten neuen König Abdullah bin Abdelaziz geführt, da der König Fahd aufgrund einer schweren Krankheit seit 1995 dazu nicht mehr in der Lage war.
Seit der Proklamation der Unabhängigkeit herrschten fünf Könige über das Reich, alle aus dem Hause der Al Saud. Muss ein neuer König ernannt werden, so tritt der Rat der Ältesten aus dem Königshaus zusammen, um ihn zu bestimmen. Dem König untersteht ein Ministerrat, der erst 1993 eingerichtet wurde. Er hat jeweils 120 Mitglieder, die vier Jahre diese Position bekleiden. Alle Mitglieder dieses Rates werden vom König persönlich ernannt. Der Rat hat aber keine Verfügungsgewalt über den Staatshaushalt oder über Gesetzesbeschlüsse, er berät lediglich den König. Alle Schlüsselministerien, wie Inneres, Äußeres, Verteidigung und Wirtschaft sind mit Prinzen aus dem Königshaus in ihren Spitzenpositionen besetzt. Großen Einfluss auf das Volk haben die Ulema, die Religionsgelehrten, die in den Moscheen des Landes predigen.
Das Land ist seit 1993 in dreizehn Regierungsbezirke aufgeteilt, die einem vom König ernannten Gouverneur unterstehen. Die kleinen Städte und Dörfer werden in der Regel von einem Dorf- oder Ältestenrat regiert. Die Verfassung des Landes besteht in schriftlicher Form erst seit 1992. In diesem Jahr wurde das 83 Punkte starke Dokument verfasst, das auf der Scharia, dem islamischen Recht, basiert. Weiterhin orientiert sich das Gesetz am Koran und der Sunna. Diese Regeln werden strikt ausgelegt und vor allem auch durchgesetzt. Im Staat gibt es weder eine Opposition noch eine Regierungspartei. Gewerkschaften sind vom König offiziell verboten.
Frauen haben keine politischen Rechte. Bis 2001 durften sie noch nicht einmal einen eigenen Pass besitzten. Daher bekleiden sie auch in der Regierung, die mehrheitlich von Mitgliedern des Königshauses gestellt wird, keine Positionen. Viele Berufe sind ihnen nicht zugänglich. Sie dürfen das Land ohne Erlaubnis ihres Ehemanns oder eines anderen männlichen Vormunds nicht verlassen.
Trotz der nicht demokratischen Herrschaftsform war Saudi-Arabien bislang ein enger Verbündeter der USA. Die US-Armee unterhält seit dem Zweiten Golfkrieg mehrere wichtige Stützpunkte in Saudi-Arabien (zum Beispiel Al Kharj, südlich von Riad). Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York hat sich das Verhältnis zwischen den beiden Staaten jedoch etwas abgekühlt.
15 der 19 Attentäter waren saudische Staatsangehörige, was von offizieller Seite zunächst dementiert wurde. Für den zweiten Golfkrieg gegen den Irak (Insgesamt der dritte Golfkrieg also) durften die saudischen Stützpunkte nur teilweise genutzt werden. Zudem sind wegen der World-Trade-Center-Anschläge eine Reihe von Schadensersatzklagen in Multi-Milliarden-Dollar-Höhe vor allem gegen Saudi-Arabien in den USA anhängig. Dieser Aspekt sorgt für zusätzliche Spannungen zwischen den beiden Staaten.
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