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Triest (italien.Trieste, slowen. und kroat. Trst, ungar.Trieszt) ist eine Hafenstadt in Nord-Italien an der Grenze zu Slowenien und an der Adria. Es hat ca. 210.000 Einwohner und ist Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest. Es ist Bischofssitz und hat eine Universität sowie ein astronomisches und geophysikalisches Observatorium. Sie ist Sitz bedeutender Schiffahrtslinien (Lloyd Triestino, ehemals Österreichischer Lloyd).

Oberhalb von Triest liegt ein Kastell (15.-17. Jhdt.). Das Zentrum der Stadt (rund um die Piazza dell' Unità d'Italia) wurde um 1900 völlig neu gestaltet.

Zur Zeit der Gründung Aquileias durch die Römer war die Gegend um Triest (in der Antike als Tergeste bekannt) von keltischen und illyrischen Stämmen bewohnt. Die römische Kolonie Tergeste scheint erst während der Regierungszeit Vespasians gegründet worden zu sein. Nach dem Untergang des Römischen Reichs teilte Triest das allgemeine Schicksal Istriens und ging durch verschiedene Hände. Von Kaiser Lothar erhielt es seine Unabhängigkeit unter seinen Bischöfen und behielt diese bis zur Eroberung durch Venedig 1203. Für die nächsten 180 Jahre besteht die Geschichte Triests hauptsächlich aus einer Reihe von Konflikten mit Venedig, die schliesslich damit beendet wurden, dass es sich 1382 unter den Schutz Leopolds III. von Österreich stellte. Die Oberherrschaft entwickelte sich unmerklich in ein wirkliches Besitzverhältnis; und außer während der napoleonischen Periode (1797-1805 und 1809-1813) blieb Triest bis zum Ersten Weltkrieg ein integraler Teil von Österreich. Von 1719 bis 1891 war es ein kaiserlicher Freihafen. Der Hafen wurde von Mai bis August 1848 von einer italienischen Flotte blockiert. Während der italienischen und ungarischen Revolutionen blieb Triest Österreich treu und erhielt den Titel Città Fedelissima. 1867 wurden Triest und das angrenzende Territorium als separates Kronland konstituiert.

Nach dem Ersten Weltkrieg kam Triest, deren Stadtzentrum überwiegend von Italienern bewohnt, die anliegende Viertel aber überwiegend von Slowenen bewohnt, gemeinsam mit Istrien und Ostfriaul an Italien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Triest von den jugoslawischen Partisanen befreit, jedoch kurz darauf in Absprache mit den Aliierten verlassen ohne den Anspruch auf Triest aufzugeben, da es immer eine starke slowenische Minderheit hatte. Es bildete kurzzeitig einen Freistaat (ähnlich wie die Freie Stadt Danzig in der Zwischenkriegszeit), der bis Koper (Capodistria) reichte und 1954 in eine italienische und eine jugoslawische Verwaltungszone aufgeteilt wurde. Endgültig wurde der internationale Status von Triest erst in den 1970er Jahren geregelt. Der jugoslawische Teil wurde dabei großteils der Republik Slowenien einverleibt, der südlichste Zipfel jedoch ist heute Teil von Kroatien.

 

 

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