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Die Republik Tschad (franz.: République du Tchad) liegt in Zentralafrika. Sie grenzt an Libyen im Norden, den Sudan im Osten, im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Westen an Kamerun, Niger und Nigeria.
Geschichte
Eine partielle Besiedlung fand bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. statt. Später entstehen größere islamische Reiche am Tschadsee, Baguirmi, Logone-Stadtstaaten, Sultanat Ouadda. Erste genauere Kenntnisse der Region übermitteln die Forschungsreisenden des 19. Jahrhunderts: Friedrich Konrad Hornemann (1800); Dixon Denham (1823); Johann Heinrich Barth, Adolf Overweg (1850); Eduard Vogel, Gustav Nachtigal (1855).
1900 errichtet Frankreich das Militärterritorium der Länder und Protektorate des Tschad. 1908 geht dieses im Verwaltungsgebiet Französisch - Äquatorialafrika mit der Kolonie Tschad auf. Zwischen den Weltkriegen erhält die Kolonie Tschad dann ihre heutigen Grenzen.
1934 wird die Grenzziehung im Norden zur italienischen Kolonie Libyen von Italien nicht ratifiziert. Dies ist die Grundlage des späteren Aouzou-Konflikts.
1958 erhält der Tschad seine erste Verfassung. Die Territoriale Versammlung billigt den autonomen Status des Landes als Mitglied der Communaut Francaise.
Am 11. August 1960 erhält das Land seine Unabhängigkeit. Francois Tombalbaye (aus dem Süden) wird erster Präsident. Allerdings dominiert der Nord-Süd-Gegensatz die Innenpolitik (Nordisten: islamisch-arabisch-berberische Stämme; Sudisten: schwarzafrikanisch-christlich-animistische Stämme).
1966 wird die (muslimische) FROLINAT gegen die christlich-sudistische Dominanz gegründet, es kommt zum Beginn eines Bürgerkrieges. 1969 interveniert Frankreich auf Seiten Tombalbayes. Libyen, Algerien und der Sudan dagegen unterstützen die FROLINAT. 1973 besetzt Libyen den Aouzou-Streifen.
1975 stürzt General Malloum Tombalbaye und wird Präsident; Premierminister wird èéHissne Habr. 1976 kommt es zum Bruch zwischen Gaddafi und Habré. Weddeye kämpft mit Gaddafi gegen die Zentralregierung.
1979 kommt es zum Frontwechsel Habrés zu Weddeye. N’Djamenas wird erobert und das "Gouvernement d’Union Nationale de Transition" unter Weddeye regiert. 1980 kommt es wiederum zum Bruch zwischen Habré und Weddeye ("Zweite Schlacht um N’Djamena"). Daraufhin greift Libyen auf Bitten Weddeyes ein, Gaddafi zieht seine Truppen auf französischen Druck hin allerdings wieder zurück. Habré kann mit ägyptischer, sudanesischer und US-amerikanischer Hilfe Weddeye verdrängen.
1982 wird N’Djamena durch Habré erobert, es beginnt die sogenannte Zweite Republik (1982 bis 1990), während der es zu schwersten Menschenrechtsverletzungen kommt. 1983 wird der Tschad de facto am 16. Breitengrad zweigeteilt. Libysches Militär ist im Norden präsent, insbesondere im Aouzou-Streifen.
1986 bis 1987 gehen die tschadischen Regierungstruppen in die Offensive. Es beginnt die französische Militäroperation Epervier. Die libyschen Truppen werden, bis auf den Aouzou-Streifen, aus allen Stützpunkten verdrängt. 1989 wird der Vertrag von Algier über die friedliche Regelung des Aouzou-Grenzkonflikts unterzeichnet.
1990 beginnt eine Verhandlung über den Aouzou-Konflikt vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Habré wird durch die bewaffnete Opposition des Mouvement Patriotique du Salut von éIdriss Dby gestürzt und Déby nimmt N’Djamena ein, Habré flieht.
1993 verabschiedet die Nationalkonferenz eine Übergangsverfassung, -parlament und -regierung. 1994 wird durch den Internationalen Gerichtshof der Aouzou-Streifen dem Tschad wieder zugesprochen.
Im Dezember 1994/Januar 1995 findet eine Wählerregistrierung statt, deren Durchführung und Ergebnisse beanstandet und vom Obersten Gerichtshof annulliert werden. Der bestehende Wahlkalender wird wieder obsolet, die Transitionsphase um ein weiteres Jahr bis zum 8. April 1996 verlängert.
1996 kommt es zudem zu einem Verfassungsreferendum, woraufhin die neue Verfassung in Kraft tritt.
Am 3. Juli 1996 finden Stichwahlen zwischen Déby und Wadal Abdelkader Kamougu statt. Die Feststellung des offiziellen Endergebnisses durch die Cour d’Appel am 14. Juli 1996 bescheinigt Déby 69 %, Kamougué 31 % der Stimmen. In den Parlamentswahlen von Anfang 1997 wird folgendes Endergebnis festgehalten: MPS 66 Sitze, URD 29, UNDR 14, UDR 4, RDP und PLD je 3, AND 2 sowie UNRT, CNDS, FAR, ACTUS je 1 Sitz.
Ende 1998 beginnen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Rebellen um Youssouf Togoimi (Tibesti-Konflikt).
Im Oktober 2000 wird der Bau eines Pipelineprojekts zur Erschließung der Erdölfelder in Doba begonnen.
Präsident Déby wird im Mai 2001 wiedergewählt. Im Dezember 2001 wird zwischen der Regierung und den Rebellen im Tibesti ein Friedensabkommen abgeschlossen.
Geographie
Das Tschadbecken, (inkl. des Tschadsees), nimmt einen Großteil der Landesfläche ein. Über das Tschadbecken erheben sich im Osten das Hochland von Ennedi (1450 m) und ïOuada, im Norden das Tibestigebirge mit 3415 m im Emi Koussi. Hauptflüsse sind Schari und Logone.
Der Tschad erstreckt sich von der trockenen Wüste Sahara im Norden (Tibesti, 3415m über NN) über die Klima- und Vegetationszonen (Dornstrauch- und Trockensavannen, an den Flüssen auch Überschwemmungssavannen und Galeriewälder) des Sahel und des Sudan bis zum Bereich der Trockenwälder im äußersten Süden.
Der Tschad schließt den östlichen Teil des Tschadbeckens mit dem größten Teil des Tschadsees ein.
Im Süden des Landes herrscht ein nahezu tropisches, wechselfeuchtes Klima mit bis über 1.100 mm Niederschlag. Im Norden herrscht Wüstenklima mit großen täglichen Temperaturunterschieden und extrem seltenen Niederschlägen mit 20-40 mm Niederschlag im Jahr vor. Im Gebirge gibt es ca. 1.000 mm Niederschlag jährlich.
Wirtschaft
Aufgrund des Bürgerkriegs und wegen längerer Dürreperioden gehört der Tschad zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Human Development Index der UNO liegt er unter insgesamt 177 Staaten an 167. Stelle (Liste des Jahres 2004). 80 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.
Rund 90% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, also dem Ackerbau und der Viehzucht. Allerdings ist der Tschad auch auf internationale Unterstützung (z.B. in Form von Lebensmitteln) angewiesen.
Das Land galt lange als arm an Bodenschätzen, abgebaut wurden vor allem Stein- und Natronsalz. Im Jahr 2003 konnte mit der Förderung von Erdöl aus einem erst Ende der 1990er Jahre entdeckten Ölfeld bei Doba begonnen werden. Die Einnahmen aus der Förderung des Erdöls sollen, gemäß einer Vereinbarung der Regierung mit der Weltbank, zu 80 % für Projekte im Bereich des Sozialen und der Infrastruktur verwendet werden und somit der gesamten Bevölkerung zugute kommen. Dafür wurden im Juli 2004 zu ersten Mal 38 Millionen US-Dollar an die Weltbank überwiesen, die diese Gelder wiederum für konkrete Projekte im Land ausschüttet. Insgesamt werden bis 2023 (20 Jahre) Einnahmen von rund 2 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Haupthandelspartner sind Frankreich, Kamerun und Nigeria. Wichtigste Exportgüter sind Baumwolle (mit einem Exportanteil von 40%) und erst seit 2003 auch Erdöl. Importgüter sind unter anderem Getreide und Textilien.
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