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Tschechien / Tschechei (tschechisch ČCesko; die Langform der amtlichen Staatsbezeichnung lautet Tschechische Republik, liegt in Mitteleuropa und grenzt an Deutschland (810 km) im Westen und Nordwesten, an Polen (762 km) im Norden, die Slowakei (252 km) im Osten und Österreich (466 km) im Süden.
Tschechien umfasst traditionell die drei historischen Länder Böhmen, Mähren und Tschechisch-Schlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese in acht Regionen aufgeteilt (6 für Böhmen, 2 für die anderen beiden Landesteile), seit dem Jahr 2000 gilt eine neue Verwaltungsgliederung in 14 Regionen (siehe auch Verwaltungsgliederung Tschechiens). Der Staat wurde 1999, einige Jahre nach Auflösung des Ostblocks Mitglied der NATO und trat am 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei.
Bevölkerung
Tschechien hat eine Bevölkerung von 10,30 Mio. (Schätzung vom Juli 2003) mit leicht sinkender Tendenz (Schätzung 2003: –0,08 %). Die ethnische Zusammensetzung ist seit 1946 (Vertreibung der Sudetendeutschen) relativ homogen: 89,6 % Tschechen, 3,7 % Mährer, 3,0 % Roma, 1,8 % Slowaken, 0,5 % Polen, 0,5% Jenische, 0,4 % Deutsche (FAZ vom 28.April 2004). Hinzu kommen tschechische Schlesier. Etwa 39,9 % der Bevölkerung sind konfessionslos, 39 % römisch-katholisch, 5 % protestantisch und 3 % orthodox.
Der kleine Anteil der Mährer (und der große der Tschechen) geht auf die Eigenheiten der letzten Volkszählung zurück (in Tschechien gibt es keine definierte mährische Volkszugehörigkeit, die eine Trennung zwischen Tschechen und Mähren festlegen würde; die Angaben bei der Volkszählung sind freiwillig und werden gefühlsmäßig getroffen). In der Tat leben in den mährischen Regionen 2,6 Mio. Menschen, doch die überwiegende Mehrheit betrachtet sich selbst nicht als eingeständige Volksgruppe.
Wirtschaft und Verkehr
Während der sozialistischen Zeit hatte die Tschechoslowakei als Wirtschaftsform die Zentralverwaltungswirtschaft und war wie viele Ostblockstaaten im RGW, einer Analogie zur EWG, eingegliedert. In den 1990er Jahren wurde die Wirtschaft privatisiert.
Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresschnitt 2003 7,8% (Angabe des Statistischen Amtes der Tschechischen Republik). Für den Februar 2005 beträgt sie 9,65%. Es gibt große Unterschiede zwischen den Regionen. So hatte die Hauptstadt Praha (Prag) 2003 eine Arbeitslosenquote von 4,2%, die Region Moravskoslezsk kraj (Region Mährisch-Schlesien) dagegen 14,7%.
Das Bruttoinlandsprodukt/Kopf liegt (2004) bei 16.800 US$ (unter den EU-Ländern zwischen dem Portugals und Ungarns), das Wachstum bei 3,7 %, die Inflationsrate bei 3,2 %.
Der Eisenbahnverkehr liegt größtenteils in den Händen der ČéáCesk drhy (Tschechische Bahnen).
Das Autobahnnetz wird seit dem Fall des eisernen Vorhangs immer weiter ausgebaut. So etwa die Autobahn Prag - Pilsen (- Nürnberg (Deutschland)) oder (Dresden (Deutschland) -) Prag - Budweis (- Linz (Österreich)).
Verkehrsflughäfen befinden sich in Prag (9,7 Mio abgefertigter Personen im Jahr 2004, Jahreszunahme 20 %), Brünn, Ostrau und Karlsbad. Die meisten Hauptstädte der Regionen können über Sportflugplätze angeflogen werden.
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