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Wien ist die Hauptstadt und zugleich ein Bundesland der Republik Österreich. Wien hat 1.631.082 Einwohner, im Großraum Wien leben etwa 2 Millionen Menschen.

Die Wahrzeichen von Wien sind der Stephansdom und das Wiener Riesenrad im Prater.

Wien ist Sitz verschiedener internationaler Organisationen, wie der OPEC und der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, sowie dritte UNO-Stadt. Die Innenstadt von Wien wurde im Dezember 2001 auf Antrag der Republik Österreich von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Erste Besiedelungen lassen sich bereits 2000 v. Chr. nachweisen. Die Kelten nannten die Stadt Vedunia, die Römer sprachen von Vindobona. Unter den Babenbergern erlebte Wien einen ersten Aufschwung, doch Weltgeltung verschaffte der Stadt erst die Herrschaft der Habsburger, die Wien als Hauptsitz auserwählten.

Tourismus

Wien ist ein Touristenziel, das immer beliebter wird. Etwa 30 % aller Arbeitnehmer in Wien arbeiten direkt oder indirekt im Tourismus.

Die meisten Touristen kommen im Dezember, wenn Wien mit seinen Weihnachtsmärkten aufwarten kann. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Deutschland, gefolgt von Italien, den USA und der Schweiz. Aber auch bei asiatischen Touristen, vor allem Japanern, ist Wien ein beliebtes Reiseziel. Auch der Anteil osteuropäischer und amerikanischer Touristen ist stark gestiegen. 2004 konnte Wien 8,4 Mio. Übernachtungen verbuchen.

Bevölkerung

Die meisten Menschen, mehr als zwei Millionen, bevölkerten Wien zu Zeiten der k.u.k.-Herrschaft kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die lange Zeit als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates war es auch, die Wien zu dem machte, was es auch heute noch ist: Ein Schmelztiegel von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Die Nachfahren der vielen Menschen die damals aus allen möglichen Regionen des k.u.k.-Herrschaftsgebietes in ihre Hauptstadt gezogen waren, leben heute als Wiener "wie sie im Buche stehen" in der Stadt, und nur noch ihre Nachnamen lassen auf ihre ursprüngliche Herkunft schließen (zB. Nowak, Dolezal...). Sie gehören längst zu den so genannten "Ur-Wienern", die im ursprünglichen Wiener Dialekt den Wiener Schmäh prägen. Denn neben dem ursprünglichen Wiener Dialekt hat sich längst schon ein "gehobener" Wiener Dialekt entwickelt, der die teils sehr alten Wiener Dialektausdrücke (zB. Tröpferlbad für Dusche, Wuchtldrucker für Lügner..) immer mehr zurückdrängt.

Religionen

Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzödizese Wien; Erzbischof ist Christoph Kardinal Schönborn. Der evangelisch-lutherische Bischof von Wien ist Herwig Sturm. Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien ist Ariel Muzicant, Oberrabiner Paul Chaim Eisenberg. Außerdem hat der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Anas Schakfeh, hier seinen Sitz.

Architektur

In Wien finden sich Bauwerke aller Stil-Epochen der Architektur, von der romanischen Ruprechtskirche über den gotischen Stephansdom, die barocke Karlskirche, die hochbarocke Jesuitenkirche und die Bauten des Klassizismus bis zur Moderne. Der Jugendstil hat ebenfalls seine Spuren in Wien hinterlassen: Die Secession, die Stadtbahnstation Karlsplatz und die Kirche am Steinhof von Otto Wagner oder das Looshaus von Adolf Loos zählen zu den weltweit bekanntesten Bauten dieser Epoche.

Eine der beliebtesten Touristenattraktionen stellt das Hundertwasserhaus des phantastischen Realisten Friedensreich Hundertwasser dar, das als Gegenmodell zur nüchternen modernen Architektur gedacht ist. Ebenfalls von Hundertwasser gestaltet wurde die Müllverbrennungsanlage Spittelau im Norden Wiens. Ein weiteres Beispiel außergewöhnlicher Architektur ist die Wotrubakirche (Kirche 'Zur Heiligsten Dreifaltigkeit') des Bildhauers Fritz Wotruba.

In den neu errichteten Stadtteilen nördlich der Donau rund um die UNO-City und am Wienerberg findet sich schließlich auch moderne Architektur. Der 202 m hohe Millennium Tower am Handelskai ist seit 1999 das bisher höchste in Wien gebaute Hochhaus und Zeichen einer architektonischen Wende in Wien hin zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Konformität. In den letzten Jahren vollzieht die Stadt eine Kombination aus moderner Architektur mit alten Gebäuden und Wohnbau, wie unter anderem die Revitalisierung der Gasometer 2001, welche weltweites mediales Interesse auf Wien zog. Auffällig im Stadtbild sind auch die Wiener Flaktürme und die Wiener Hochquellenwasserleitung.

Verkehrsverbindungen

34 % aller zurückgelegten Wege finden in Wien mittels Öffentlichem Verkehrsmittel statt, das ist europäischer Spizenwert. Weitere 30 % aller zurückgelegten Wege werden zu Fuß bewältigt, und nur 36 % fahren mit dem eigenen Fahrzeug. Zwölf Donaubrücken verbinden das Stadtgebiet, das durch Donau und Donaukanal geteilt wird.

Öffentlicher Nahverkehr

Wien hat ein großes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Dies beinhaltet die zur ÖBB gehörenden S-Bahnen, die Badner Bahn und das Netz der Wiener Linien (U-Bahn, Straßenbahn und Autobuslinien). Darüber hinaus fahren auch noch, vor allem in den Stadtrandzonen, private Busunternehmen in Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien. Gemeinsam mit den Bahn- und Buslinien im Umland bis etwa 50 km bildet das Wiener Verkehrsnetz den Verkehrsverbund Ostregion.

Als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet im Zentrum von Wien das CityBike Mobilität mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann u.a. mit der MAESTRO-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos.

Flughafen

Südöstlich von Wien befindet sich der internationale Flughafen Wien -- Schwechat. Im Jahr 2004 wurden über 225.000 Flugbewegungen abgewickelt; 14,8 Millionen Passagiere frequentierten den Flughafen. In letzter Zeit weichen Billigfluglinien auf den nahe gelegenen Flughafen in Pressburg (Bratislava) aus, wobei seit dem Jahr 2004 der Flughafen Wien -- Schwechat mit dem Flughafen Pressburg kooperiert.

 

 

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